Als der US-Bundesstaat Texas im Jänner von einem seltenen Wintereinbruch heimgesucht wurde, war auch der Country Golf Club in Austin von den Schneemassen betroffen. Zwei Monate später erinnert hier bei sommerlichen 27 Grad nichts mehr an die Kapriole. Statt Eis und Schnee leuchtet das Green rechtzeitig zum Start des Matchplay-Turniers am Mittwoch in Austin wie gewohnt - und mit dabei ist wieder Österreichs Golfprofi Bernd Wiesberger. Immerhin werden bei dem im Rahmen der Wolf Golf Championship ausgetragenen Event 10,5 Millionen Dollar (8,83 Millionen Euro) ausgespielt, auf den Sieger warten zudem 76 Weltranglistenpunkte. Die 64 Teilnehmer werden dabei in 16 Gruppen zu je vier Akteuren eingeteilt. Die jeweiligen Poolsieger nach drei Turniertagen kämpfen ab Samstag im K.o.-Modus um Siegerscheck und Trophäe.

Wiesberger selbst ist guter Dinge: "Ich mag das Matchplay, weil es Mann gegen Mann für spannende Duelle sorgt. Diesen Platz kenne ich, wichtig wird es sein, im ersten Match gut ins Turnier zu starten", betonte er. Laut Auslosung vom Montag bekommt es der als Nummer 43 ins Rennen gehende 35-Jährige in der Gruppe 13 mit dem Norweger Viktor Hovland (13. der Weltrangliste), dem Mexikaner Abraham Ancer (27.) sowie dem US-Amerikaner Kevin Streelman (53.) zu tun. "Ich bin gespannt auf die Gegner in meiner Gruppe. Alles ist möglich", erklärte der Profi.

Gute Erinnerungen an 2018

Wiesberger ist seit Sonntag in Texas und bereitet sich im Austin Country Club auf das Turnier vor. Dem Burgenländer ist bei seinen bisherigen Antritten jeweils der Gruppensieg verwehrt geblieben. 2018 hatte er allerdings mit einem Sieg über die damalige Nummer eins, Dustin Johnson, für Aufsehen gesorgt und am Ende Rang 29 belegt. 2020 konnte das Turnier, an dem die besten 64 Akteure der Weltrangliste teilnehmen dürfen, aufgrund der Corona-Pandemie nicht ausgetragen werden.

Für Österreichs zweites Aushängeschild Matthias Schwab fiel der Startschuss für das European-Tour-Turnier im Karen Country Club von Nairobi bereits am Dienstag. Anders als in Austin sind hier zuletzt kaum Schneeflocken gefallen.(apa/rel)