Einer-Ruderin Magdalena Lobnig hat schon vor mehr als eineinhalb Jahren bei der Heim-WM in Linz-Ottensheim einen Quotenplatz für Olympia geholt. Nun könnte sie in Österreichs Aufgebot für die Spiele 2021 in Tokio Gesellschaft erhalten. Gleich drei Bootsbesatzungen ringen ab Ostermontag in Varese in Italien in der dreitägigen europäischen Kontinental-Regatta um Tickets. Ab Freitag nächster Woche finden ebendort die Europameisterschaften unter anderem mit Lobnig statt.

Um es in die Ausscheidung für Olympia zu schaffen, müssen die Leichtgewichts-Doppelzweier Julian Schöberl/Paul Sieber und Louisa Altenhuber/Valentina Cavallar zumindest Rang zwei erreichen, für Einer-Athlet Lukas Reim würde Platz drei genügen. Allerdings kann jede Nation bei dieser Regatta maximal einen Quotenplatz holen. Sind es zwei oder mehrere, muss sich der jeweilige Verband entscheiden, welchen Quotenplatz man behalten will. Bei der Rückgabe eines Quotenplatzes rückt das nächstplatzierte Boot nach.

"Athleten sind angriffslustig"

Österreichs Verband hat sich bereits intern abgestimmt, welcher Quotenplatz mehr Gewicht hätte und welcher zurückgegeben würde, sollten zwei oder alle drei Boote zuschlagen. Die Intensiv-Vorbereitung wurde einerseits seit Jahresbeginn in Sabaudia in Italien, zum anderen im März in Völkermarkt absolviert. Nationaltrainer Robert Sens berichtete von guten Trainingswochen und gab sich zuversichtlich: "Die Athleten gehen angriffslustig in die Qualifikation." Für Altenhuber und Cavallar ist es die erste internationale Regatta überhaupt.

Für die EM sind neben Lobnig der Doppelvierer mit Jörg Auerbach, Thomas Lehner, Julian Brabec und Armin Auerbach und der Leichtgewichts-Doppelvierer mit Lukas Kreitmeier, Philipp Kellner, Severin Erlmoser und Sebastian Kabas gemeldet. Die finale Olympia-Qualifikation ist für 16. bis 18. Mai in Luzern angesetzt.