Österreichs Handball-Nationalteam der Frauen hat sich erstmals seit 2009 wieder für eine Großveranstaltung qualifiziert. Nach dem 29:29 im Hinspiel gegen Polen machte die Truppe von Teamchef Herbert Müller am Dienstag im Rückspiel des WM-Play-offs die Überraschung perfekt. Das 29:26 (15:11) in Marki (Polen) lässt die jungen Österreicherinnen zur WM nach Spanien fahren, die von 2. bis 19. Dezember ausgetragen wird.

Rot-weiß-Rot - vor dem Duell in der Außenseiterrolle - erarbeitete sich bis zur Halbzeit mit einer neuerlich unerschrockenen Vorstellung eine Vier-Tore-Führung, die von den wesentlich routinierteren Polinnen in der zweiten Hälfte schleunigst wettgemacht wurde. Nach drei Minuten stand es 15:14, kurz darauf war die Partie mit 16:16 ausgeglichen. Den Umschwung aber ließen die Österreicherinnen nicht zu - und zogen mit erfolgreichen Tempogegenstößen wieder auf 19:16 davon.

Das Spiel wogte hin und her, zehn Minuten vor dem Ende stand es 24:24. Im packenden Finish agierten die Gäste abgebrühter und ebneten sich selbst mit vier Toren in Folge den Weg zur ersten Endrunde (nach China 2009), die einen wichtigen Impuls vor Österreichs Heim-EM 2024 gemeinsam mit Ungarn und der Schweiz darstellen dürfte. Spielmacherin Sonja Frey steuerte 10 Tore bei 13 Versuchen bei. Sicherer Rückhalt war zudem Torfrau Petra Blazek, die neun Paraden zeigte.