Der Re-Start ist Dominic Thiem geglückt. Nach dem glatten 6:1, 6:3 über den US-Qualifikanten Marc Giron trifft der US-Open-Sieger beim Masters-1000-Turnier in Madrid am Donnerstag im Achtelfinale auf den Australier Alex de Minaur. Auch wenn Thiem gegen den ATP-24. eine 3:0-Bilanz stehen hat, so wird die Hürde doch eine weit höhere als jene zum Auftakt. Meistert der 27-jährige Niederösterreicher auch diese, dann könnte es ein Duell mit dem starken Russen Andrej Rublew geben. "Ich war eigentlich positiv überrascht", meinte Thiem nach seinem ersten Auftritt seit 16. März.

Neben der Tatsache, dass sein Gegner schon einige Matches in den Beinen hatte, war Thiem mit guten Erinnerungen auf den Center Court zurückgekehrt. "Ich habe auf dem Platz einige der besten Matches meiner Karriere gespielt, das erleichtert Sachen. Ich bin glücklich, dass ich mir die Chance auf ein weiteres Match gegeben habe."Es wird erst sein 11. Tour-Match in diesem bisher verpatzten Jahr mit Verletzungen und Motivationsproblemen. Gegen de Minaur hat Thiem in bisher drei Aufeinandertreffen (alle Best-of-Five-Sätze) in zehn Sätzen nur einen abgegeben. "Gegen ihn habe ich bei den US Open gespielt, in Graz auch schon einmal auf Sand. Ein absoluter Topspieler, ich freue mich aufs Match."

Thiem will sich langsam an sein Toplevel heranarbeiten, und dieses spätestens in Roland Garros Ende Mai erreichen. "Sicher gibt es unzählige Dinge zu verbessern, aber fürs erste Match auf dem Center Court war es richtig gut. Aber die Erwartungen sind noch immer sehr niedrig. Ich hoffe, ich kann sie von Turnier zu Turnier anheben."Die Pause habe ihm jedenfalls gutgetan, er könne nun wieder alles geben. "Ich brauche 100 Prozent Intensität und 100 Prozent Energie für mein Spiel. Ich bin nicht der Typ, der ein Match durchservieren kann oder der mit wenig Intensität immer noch gewinnen kann." (apa/red)