Beim heutigen CEV Continental Cup belegten Österreichs Herren-Beachvolleyballer Platz 4. Sie verloren im Golden Match im Spiel um Platz 3 gegen Belgien.

Auf dem 31-jährigen Robin Seidl und dem 25-jährigen Philipp Waller (AUT) lastete nach der Verletzung von Martin Ermacora die gesamte Last. Das ÖVV-Duo trafen im Spiel um Platz 3 auf Dries Koekelkoren/Tom van Walle (BEL). Wie schon im Gruppenspiel, waren die ÖVV-Herren erfolgreich und gewannen in 41 Minuten mit 2-0 (21-14, 24-22). Im Golden Match die dritte Auflage dieser Paarung: Diesmal gewannen jedoch die Belgier in 43 Minuten mit 0-2 (19-21, 24-26) und damit den dritten Platz.

Leonardo da Silva, ÖVV-Herren-Betreuer: "Nach dem Verlust von Martin war es sehr schwierig, da Robin und Philipp dadurch automatisch mehr Spiele hatten. Die Belgier haben bereits im ersten Spiel verstanden, wie sie gegen uns spielen müssen. Trotzdem hatten wir den Vorteil auf der mentalen Seite. Wir hatten bereits zwei Mal gegen sie gewonnen. Wir müssen aus dieser Erfahrung lernen, um für Den Haag vorbereitet zu sein."

Zwei ehemalige Baden-Sieger standen sich am Court erneut – nach Freitag in Pool A – gegenüber: Seidl/Waller, Vorjahressieger beim FIVB BADEN OPEN, hatten den CEV BADEN MASTERS-Siegern 2017, Koekelkoren/van Walle, vorgestern keine Chance gelassen (21-12, 21-13). Zum Beginn der Partie bestimmte das Side-out das Geschehen. Dann übernahmen der Kärntner Seidl und der Grazer Waller das Kommando. Erneut hatte Coach Leonardo seine Spieler gut auf die Belgier eingestellt. Im Gegensatz zum gestrigen Match gegen die Schweizer hatte der "Flying Dutchman" Seidl heute die Lufthoheit am Netz. Durch die gute Blockarbeit Seidls und die hervorragende Verteidigung von Waller konnten sich die ÖVV-Spieler absetzen und einen Vorsprung herausspielen.

Die Belgier fanden dagegen kein Rezept, waren auf Eigenfehler ihrer Gegner angewiesen. Doch diese gab es kaum, so ging der erste Satz klar an Rot-weiß-rot. Die Österreicher waren nicht gezwungen, hundert Prozent zu geben. Die Gegner liegen ihnen sichtlich. Im zweiten Satz ein unverändertes Bild: Österreich machte weiter Druck, lag gleich wieder voran. Dann schlich sich ein klein wenig der Schlendrian beim heimischen Team ein, die Belgier kamen besser ins Spiel, vor allem van Walle servierte hervorragend.

Seidl/Waller machten nun mehr Fehler, die Belgier gingen in Führung. Nun war wieder der Coach gefragt. Die Worte zeigten Wirkung, die Konsequenz kehrte in das rot-weiß-rote Spiel zurück und die Partie drehte erneut. Das Momentum war nun auf Österreichs Seite. Nach einem Servicefehler Koekelkoren‘s der erste Matchball, der jedoch nicht verwertet wurde. Seidl mit dem Cut zum nächsten Versuch. Doch Waller serviert ins Aus. Der Kärntner sorgt mit einem erfolgreichen Angriff für den nächsten Matchball, den der Grazer verwertete.

Das Golden Match brachte die dritte Auflage dieser Paarung im Turnier. Es begann mit Side-outs. Mit guter Serviceleistung Wallers und erneut druckvollem Spiel von beiden war die Führung bald eine logische Folge. Dann zwei Cuts von Seidl im Out, Belgien wieder da. Die Österreicher ließen ihre Dominanz, ihr konsequentes, druckvolles Spiel aus den vorigen Partien gegen die Belgier vermissen. Aber das Kärnten-Steiermark-Duo fing sich wieder, drehte den Satz erneut. Gegen Ende wurde es nochmal spannend: Die Belgier glichen aus, Netzberührung von Seidl und Satzball Belgien, den sie auch verwerteten. Im Entscheidungssatz zeigte van Walle weiterhin sein Können am Netz und beim Side-out. Doch der 25-jährige Steirer konterte mit seinem starken Sprungservice. Auch Seidl nun richtig im Match.

Die niveauvolle Partie blieb jedoch ausgeglichen. Dann ein gefinkeltes kurzes Service von van Walle, gefolgt von einem Netzroller beim Service und die Belgier waren zwei Punkte vorne. Im folgenden Side-out-Spiel hatten nun Koekelkoren/van Walle das Glück auf ihrer Seite. Dann ein Monster-Sprungservice von Waller, Ausgleich zum 19-19. Die Österreicher wehrten einen Matchball ab, der zweite ging ins Netz, den dritten verhindert Seidl mit einem Cut. Nach einem super Block von van Walle eine weiter Chance und wieder wehrte das ÖVV-Duo ab. Mit einem Ass von Waller nun der erste Satzball für das heimische Team. Dann wieder der Ausgleich, aber Seidl setzt den Cut ins Aus. Und nun verwerteten die Belgier.