Lewis Hamilton ist nach dem dritten Sieg im vierten Saisonrennen auf einem guten Weg zu seinem achten WM-Titel in der Formel 1. Zudem will der 36-Jährige nun rasch einen neuen Mercedes-Vertrag. Wenn möglich noch vor Beginn der Sommerpause im August wollen Hamilton und Teamchef Toto Wolff diesmal alles erledigt haben. Hamilton bekundete jedenfalls, "ein klares Bild über die Zukunft" zu haben. Wie lange er insgesamt noch in der Formel 1 fahren wolle, sagte der Brite allerdings nicht.

100. Pole und 98. Grand-Prix-Sieg nach einer strategischen Meisterleistung von Team und Fahrer: Das war die sehenswerte Bilanz Hamiltons am Sonntag in Montmelo bei Barcelona. Dass der siebenfache Champion dennoch nur 14 Punkte Vorsprung auf Max Verstappen hat, zeigt, wie sehr Red Bull mit seinem Jungstar bisher dagegengehalten hat. In Barcelona präsentierte sich Mercedes mit einer strategischen Meisterleistung aber trotzdem wieder weltmeisterlich.

Denn Verstappen gewann zunächst den Start gegen Hamilton und fuhr bis sechs Runden vor Schluss an der Spitze. "Max war so weit vorne. Es hat ausgeschaut, als ob wir das Rennen verloren hätten", sagte Wolff. Als im Laufe des Rennens aber offensichtlicher wurde, dass sich dank des besseren Reifenreservoirs bei Mercedes eine Einstopp-Taktik für die Red-Bull-Boliden nicht ausgeht, war der Sieg für Hamilton nicht mehr verhinderbar.

"Müssen schneller werden"

Verstappen hat seit Sonntag zumindest 100 Rennen für Red Bull vorzuweisen. "Wir müssen einfach schneller werden", forderte der Niederländer nach dem Rennen. Ein Text, auf den man sich beim Team von Dietrich Mateschtz rasch einigte. Denn insgesamt hatte man in Barcelona nur einen kleinen Fehler im Rennen begangen, nämlich als Verstappen nach einem angeblichen Funk-Missverständnis zu früh zum Reifenwechsel an die Box gekommen war.

"Entscheidend war letztlich aber, dass das Renntempo der Mercedes deutlich besser war als unseres. Da waren wir chancenlos, standen also mit dem Rücken zur Wand", gab auch Red-Bull-Berater Helmut Marko zu.