Eine Medaille ist gut, zwei sind besser. Das war offenbar das Motto der Schwestern Anna-Maria und Eirini Alexandri bei der Schwimm-EM in Budapest. Am Tag nach ihrem Premieren-Coup in der Technik legten die beiden Synchronschwimmerinnen im Kür-Finale noch nach, angelten sich die zweite Bronzemedaille bei diesen Titelkämpfen – bei einer Elite-Großveranstaltung überhaupt – und können nun zuversichtlich auf die Olympia-Qualifikation von 10. bis 13. Juni in Barcelona blicken.

Geschlagen geben mussten sich die beiden, deren Schwester Vasiliki im Solo in Budapest ebenfalls gute Leistungen bot, aber knapp an den Stockerlplätzen vorbigeschrammt ist, jeweils nur den starken Russinnen Swetlana Kolesnitschenko/Swetlana Romaschina sowie den Ukrainerinnen Marta Fiedina/Anastasia Sawtschuk. Für den österreichischen Schwimmverband waren es die ersten Synchronmedaillen seit 1987.

"Wir sind so glücklich und stolz auf uns, wir können es gar nicht beschreiben. Danke an alle, die uns bis hierher begleitet haben", wurden die beiden auf der Verbands-Website zitiert. Die Medaillen geben ihnen viel Kraft für alles, was jetzt noch kommt. "Wir sind auf dem richtigen Weg, das haben wir hier wieder bestätigt bekommen. Und wir werden weiter so hart arbeiten, dass wir noch viele solche Momente erleben können", sagten die Alexandris, die sich im Kür-Finale noch einmal steigern konnten und auf ihre persönliche Bestmarke von 90,8667 Punkte kamen.

Mit dem Überbieten der 90 Punkte sowohl im Vorkampf als auch Finale hätten sie ein ganz neues Level erreicht. "Wir waren so nervös und wollten so sehr unsere Punkte vom Vorkampf bestätigen. Jetzt sind wir sogar noch besser. Es ist kaum zu glauben. Über 90 Punkte ist eine eigene Liga, ein neues Niveau."

Für Olympia sind in Barcelona noch sieben Tickets zu vergeben. "Das ist sehr knapp vor den Spielen und passt eigentlich gar nicht in die Vorbereitung. Wir mussten dafür auch den Trainingsplan umstellen. Aber egal. Wir müssen das Beste daraus machen", erklärten sie. Davor nehmen sie noch am Sport Austria Finals Anfang Juni in Graz teil, dort werden die Staatsmeistertitel vergeben. (red/apa)