Beim eigenen Heimturnier in Madrid hatte es noch nicht sein sollen, in Rom schlug das Sandplatz-Imperium aber zurück: Mit seinem 7:5, 1:6, 6:3-Finalsieg über Novak Djokovic untermauerte Rafael Nadal am Sonntagabend seine Vormachtstellung auf diesem Belag, auf dem in zwei Wochen um den Titel bei den French Open gespielt wird. Nadal hat in Roland Garros 13 seiner insgesamt 20 Grand-Slam-Titel gewonnen. Mit einem weiteren Erfolg würde der Mallorquiner den bisherigen Ex-Aequo-Rekorhalter Roger Federer in der ewigen Bestenliste überholen.

Nadal und Djokovic boten einander einen harten Kampf und ein hochklassiges Finale mit Hochs und Tiefs auf beiden Seiten - und sie bewiesen erneut, dass der Weg zu den ganz großen Titeln nach wie vor über sie führt. In Rom konnten die beiden 34- beziehungsweise 33-Jährigen den Angriff der Jüngeren wie Stefanos Tsitsipas und Dennis Shapovalov abwehren - wenn auch mit etwas Zittern, wie Nadal eingestand. "Ich hatte in manchen Momenten Glück, so etwa gegen Shapovalov. Aber ab dann hatte ich ein gutes Turnier, habe besser und besser gespielt und meinen Rhythmus auf Sand gefunden. Ich hatte eine sehr positive Woche und bin sehr glücklich. Es ist etwas Besonderes, diese Trophäe zum zehnten Mal zu gewinnen."

Iga Swiatek machte im Finale kurzen Prozess mit Karolina Pliskova. - © afp / Filippo Monteforte
Iga Swiatek machte im Finale kurzen Prozess mit Karolina Pliskova. - © afp / Filippo Monteforte

Dominic Thiem war bekanntlich schon im Achtelfinale ausgeschieden, er tritt nun in Lyon an, um Matchpraxis vor den French Open zu sammeln. Nach einem Freilos in der ersten Runde geht es für den Weltranglistenvierten entweder gegen den Franzosen Corentin Moutet oder den Briten Cameron Norrie los.

Bei den Damen katapultierte sich French-Open-Titelverteidigerin Iga Swiatek ins Rampenlicht. Die Polin fegte im Endspiel des 1000er-Turniers von Rom als Nummer 15 die Tschechin Karolina Pliskova 6:0, 6:0 vom Court. Im ersten Satz hatte Swiatek nur vier Punkte abgegeben, insgesamt in einer Spielzeit von 46 Minuten lediglich 13. Swiatek hatte ihr regenbedingt verschobenes Viertelfinale erst am Samstag bestritten und blieb ab da ohne Satzverlust. "Ich bin richtig stolz auf mich", meinte die 23-Jährige. "Jetzt habe ich mir ein Tiramisu verdient."(art)