Bernd Wiesberger kehrt bei dem am Donnerstag startenden US-PGA-Championship an die Stätte seines ersten Golf-Major-Turniers zurück. 2012 hatte der Burgenländer in Kiawah Island an der Atlantik-Küste um einen Schlag den Cut verpasst, diesmal bringt er schon die Erfahrung von 20 dieser Topturniere mit. Der Gewinner von 2012, der Nordire Rory McIlroy, zählt nach seinem jüngsten Erfolg nach längerer Durststrecke auf dem enorm anspruchsvollen Ocean Kurs erneut zum großen Favoritenkreis. Mit seinem Sieg in Charlotte im US-Bundesstaat North Carolina hat er vor nicht einmal zwei Wochen viel Selbstvertrauen getankt.

Wiesberger kennt Kiawah Island auch von mehreren Trainingsaufenthalten, wohnt in familiärem Umfeld und hat Performance Coach Stuart Morgan bei sich. Mit ihm und Technikcoach Philippe DeBusschere hat er vor der jüngsten Turnierserie in der Heimat viel an Verbesserungen gearbeitet. Die Fortschritte hätten sich aber noch nicht in Ergebnissen ausgewirkt, heißt es aus dem Umfeld des 35-Jährigen.

"Schwierige Plätze kommen mir entgegen"

Wiesberger hat heuer einen sechsten Platz auf der Europa-Tour in Dubai als einziges Top-Ten-Resultat erreicht und auf der höherwertigen US-PGA-Tour vor dem 40. Platz im Masters zweimal den Cut verpasst. Doch der bisher längste Kurs eines Major-Turniers sollte dem besten Golfer Österreichs eigentlich liegen. "Schwierige Plätze kommen meinem Spiel in der Regel entgegen, wir haben in den letzten Wochen hoffentlich an den richtigen Schrauben gedreht", erklärt Wiesberger.

Er hat 2014 im PGA Championsship in Louisville/Kentucky als 15. seine bisher beste Major-Platzierung erreicht. McIlroy eroberte als Jungstar im gleichen Jahr dort seinen vierten Major-Titel. Es war mit 25 Jahren allerdings sein bisher letzter, der frühere Weltranglistenerste wartet seit sieben Jahren auf den nächsten. Zu den weiteren Anwärtern auf den Siegerscheck von 1,98 Millionen Dollar (1,62 Millionen Euro) gehören der Weltranglistenerste Dustin Johnson (USA/Masters-Sieger 2020) und der Spanier Jon Rahm.