Der Ire Daniel Martin hat am Mittwoch bei der Bergankunft des Giro d'Italia in Sega di Ala triumphiert. Der letzte Verbliebene einer Ausreißergruppe setzte sich nach 193 Kilometern und zwei Anstiegen der ersten Kategorie 13 Sekunden vor Joao Almeida durch und gewann nach je zwei Etappen bei Tour de France und Vuelta a Espana nun auch bei der Italien-Rundfahrt. Spitzenreiter Egan Bernal bekam in der Schlussphase Probleme, behielt aber das rosa Trikot des Gesamtführenden.

Ineos-Profi Bernal büßte als Tages-Siebenter gegenüber den Verfolgern Damiano Caruso und Simon Yates drei beziehungsweise 53 Sekunden ein. Das Team Bike-Exchange des Briten Yates hatte viel gearbeitet, auf dem 11,2 Kilometer langen und bis zu 17 Prozent steilen Schlussanstieg attackierte der Chef rund 4,5 Kilometer vor dem Ziel und sicherte sich schließlich Platz drei (+30 Sek.). Bernal vermochte zunächst noch zu folgen, zeigte aber einen Kilometer später erstmals Schwächen.

Harter Tag für Bernal

Für den Ex-Tour-de-France-Sieger war auch das Tempo seines Helfers Daniel Martinez zu hoch, der Landsmann musste warten. Der Gesamt-Zweite Caruso schloss wieder auf, vermochte als Etappen-Fünfter aber nur wenige Sekunden gutzumachen. Der Italiener hat als Gesamt-Zweiter nun 2:21 Minuten Rückstand. Yates verbesserte sich vom fünften auf den dritten Rang (+3:23).

"Das war ein richtig harter Tag", sagte Bernal zu der Prüfung über 3.700 Höhenmeter nach dem Ruhetag. "Die letzten Kilometer waren wirklich steil, Yates war heute beeindruckend und stärker als ich", gab der 24-Jährige zu. Er sei aber mit dem Verlauf dennoch zufrieden. "Denn ich habe gegenüber dem Gesamt-Zweiten fast nichts verloren."

Der 34-jährige Martin holte als Teamkollege von Matthias Brändle den ersten Etappensieg des Israel-Start-up-Nation-Rennstalls bei der 104. Auflage. Er hat als Elfter 13:37 Minuten Rückstand auf Bernal. Brändle selbst belegte Platz 133, Felix Großschartner Rang 59. (apa)