Die Formel-1-WM und damit der Kampf zwischen Lewis Hamilton und Max Verstappen geht in eine besonders heiße Phase. Mit Le Castellet am Sonntag und den folgenden beiden Rennen in Österreich gehen gleich drei WM-Läufe an den kommenden drei Sommer-Wochenenden in Szene. Weltmeister Hamilton liegt nach den Patzern bei den Straßenrennen in Monaco und Baku mit vier Punkten Rückstand auf Red-Bull-Pilot Verstappen auf Platz zwei.

Bei Mercedes hat man auf die jüngste Panne schon reagiert und den "magischen Knopf", mit dem Hamilton zuletzt nach dem Re-Start in Aserbaidschan die hinteren Bremsen ausgeschaltet und sich selbst von der Piste befördert hatte, mit einer Schutzhülle versehen. Der Unfall hatte den Briten von Platz zwei auf Rang 15 zurückbefördert und auch die nach dem Ausfall von Verstappen absehbare Rückeroberung der WM-Führung verhindert.

Der Fehler ist aber nicht alles. Fakt ist, dass der Brite aus den beiden jüngsten Stadt-Rennen nur sieben Punkte mitgenommen hat. Le Castellet soll daher einen Aufschwung bringen. Die Zeichen stehen gut, hat Hamilton doch die beiden vergangenen Frankreich-Rennen gewonnen. Dieser könnte dann bei den Läufen in Spielberg fortgesetzt werden. Wenn da nicht wieder Red Bull wäre.

Russell statt Bottas?

Der rot-weiß-rote Rennstall möchte nach den Triumphen in Monaco (Verstappen) und Baku (Sergio Perez) mit einer guten Generalprobe in Österreich nachlegen und mit Verstappen als WM-Führenden zu den Heimrennen kommen. 2020 gingen beide Siege auf dem Red-Bull-Ring an Mercedes - Hamilton und Bottas. Es war übrigens Bottas’ achter und bisher vorletzter Grand-Prix-Sieg, mittlerweile ist der Finne zunehmend zum Schattenmann bei Mercedes geworden. Sogar Ex-Mercedes-Weltmeister Nico Rosberg empfiehlt die Ausmusterung. "Aus Sicht der Fans wäre ein Fahrerwechsel sehr interessant", sagte der Deutsche. Gemeint war natürlich der Brite George Russell, der aus dem Mercedes-Nachwuchs kommt und seit 2019 bei Williams Formel-1-Erfahrung sammelt. Mit 47 Zählern ist er in der WM abgeschlagen Sechster, zuletzt in Baku verpasste er als Zwölfter die Punkteränge.