Novak Djokovic ist der Favorit bei den am Montag beginnenden All England Tennis-Championships in Wimbledon. Der 34-jährige Serbe hat nach seinen Siegen bei den Australian und den French Open die Chance, mit Rafael Nadal und Roger Federer gleichzuziehen. Mit seinem dritten Major-Titel en suite hätte der Djoker wie der Spanier und der Schweizer 20 Grand-Slam-Siege eingefahren. Zusätzlich geht Djokovic auf den eigentlichen Grand Slam, also die Siege bei allen vier Major-Events innerhalb des gleichen Kalenderjahres, los. Dies ist bisher nur Don Budge (USA/1938) und zweimal Rod Laver (Aus/1962 und 1969) gelungen. Alle vier Titel in Serie zu gewinnen, das hat Djokovic einmal schon geschafft: 2015/16 siegte er nacheinander in Wimbledon, New York, Melbourne und Paris.

Mittlerweile liegt ja das jüngste Männer-Finale zwei Jahre zurück, zumal das Traditionsturnier 2020 wegen der Coronavirus-Pandemie (abgesehen von den beiden Weltkriegen) erstmals abgesagt werden musste. Dennoch ist das Endspiel Tennis-Fans noch in Erinnerung: Djokovic rang damals den achtfachen Wimbledon-Champion Roger Federer in knapp fünf Stunden (und erstmals im neuen Tiebreak-Format) mit 7:6, 1:6, 7:6, 4:6 und 13:12 nieder. Federer hatte zwei Matchbälle vergeben. Und doch ging dieses Wimbledon-Endspiel als das bisher längste Herren-Finale in die Geschichte ein.

Novak trifft auf Johnson

Ob sein größter Widersacher tatsächlich noch einmal Federer heißen wird, der am 8. August schon 40 Jahre alt wird, wird sich weisen. Der Eidgenosse hat in Wimbledon seine wohl größte und vielleicht auch letzte Chance, seine Major-Trophäen-Sammlung auf 21 aufzustocken. Im Dreikampf um die meisten Major-Siege fehlt der wie Federer bei 20 Titeln haltende Rafael Nadal. Er will sich schonen und hat auch Olympia aus seinem Programm gestrichen.

Österreichs Aushängeschild in Wimbledon ist, bedingt durch Dominic Thiems Absage, Dennis Novak. Er trifft zum Auftakt der mit 35 Millionen Pfund dotierten All England Tennis-Championships in Wimbledon auf den US-Amerikaner Steve Johnson. Dies hat die Auslosung am Freitag in London ergeben. Bei den Frauen ist keine rot-weiß-rote Akteurin dabei.