Der Nächste, bitte: Am Mittwoch musste der deutsche Radprofi Tony Martin zu Beginn der schwierigen Mont-Ventoux-Etappe (derzeit noch im Gang) aus der Tour de France aussteigen.

Der vierfache Zeitfahrweltmeister aus Deutschland war aus bisher unbekannter Ursache zu Sturz gekommen - nicht das erste Mal bei dieser Rundfahrt. Zu Beginn der Tour war er in eine Massenkarambolage verwickelt, die eine unvorsichtige Zuschauerin mit einem Pappschild ausgelöst hatte.

Martin hatte danach über zunehmende Rücksichtslosigkeit der Zuschauer geklagt und den Organisatoren eine Mitschuld an den Geschehnissen gegeben. Schon auf der vierten Etappe hatte das Peloton (wenn auch nicht ganz geschlossen) gegen die Streckenführung protestiert. Die Organisatoren haben die Kritik zwar zurückgewiesen, tatsächlich wird die 108. Auflage der Frankreich-Rundfahrt aber immer mehr zur Tour der Leiden, vielleicht noch mehr als sonst. Auch Primoz Roglic musste unter starken Schmerzen vorzeitig aufgeben, die Ex-Sieger Geraint Thomas und Chris Froome schlagen sich ebenfalls mit Verletzungen herum. (art)