Der Rennstall bestätigte die Razzia dem Fachportal "Cyclingnews" am Donnerstag. "Es war nichts Besonderes, wir hatten Besuch von der Polizei, sie fragten nach den Trainingsakten der Fahrer, sie checkten den Bus, und das war's", sagte Victorious-Teamchef Milan Erzen. Das Team könne bei der 18. Etappe von Pau nach Luz Ardiden demnach problemlos starten.

Zu Festnahmen soll es bei der Kontrolle in den Pyrenäen nicht gekommen sein. Die Durchsuchung wurde im Zuge der Dopingverdächtigungen, die schon seit letztem Jahr Bestand haben, durchgeführt.

Fahrer von Durchsuchung beeinflusst

Ein Beobachter eines anderen Teams vermeldete, dass es sich um "Dutzende" Polizisten gehandelt haben soll, die bis 2 Uhr früh an der Razzia beteiligt waren. Bahrain Victorious konnte bei der diesjährigen Tour bereits zwei Etappensiege durch Matej Mohoric (SLO) und Dylan Teuns (BEL) auf der "großen Schleife" verbuchen. Mit Marco Haller ist auch ein Österreicher Teil des Teams. Einem Team-Statement zufolge werde man immer professionell kooperieren. Die Durchsuchung habe aber den Erholungs- und Ernährungsprozess der Fahrer beeinflusst. "Als Profi-Team ist es das Wichtigste für uns, dass es unseren Fahrern gut geht", lautete das Statment. (apa)