Der Schock in der Welt des Motorsports sitzt tief: Nathalie Maillet, Geschäftsführerin der Rennstrecke von Spa-Francorchamps sowie eine weitere Frau wurden offenbar von Franz Dubois, Maillets Ehemann, ermordet. Belgische Medien berichteten am Montag unter Berufung auf die ermittelnde Staatsanwaltschaft, dass Dubois der Täter sei. Er habe die Polizei am Samstagabend kurz vor Mitternacht angerufen, um seine Tat zu gestehen. Dabei kündigte er jedoch ebenso seinen eigenen Suizid an. Als die Beamten am Tatort eintrafen, fanden sie auch Dubois tot vor. Über die Hintergründe der Tat sind noch keine Einzelheiten bekannt.

 

Jean Todt, Präsident des Automobil-Weltverbands (FIA), äußerte sich zum Tod Maillets: "Ich bin schockiert und traurig über den plötzlichen Tod von Nathalie Maillet. Alle meine Gedanken und meine Solidarität gelten ihrer Familie, ihren Freunden und den Teams von Spa-Francorchamps." Nach der Sommerpause gastiert die Formel 1 am 29. August in Spa. "Wir können dieses Drama alle noch nicht fassen. Unsere Gedanken sind jetzt bei Nathalies Familie und ihren Freunden. Wir haben eine große Dame, eine leidenschaftliche Führerin im Motorsport verloren", so Melchior Wathelet, Vorsitzender des Verwaltungsrats der Rennstrecke.

 

Maillet stammte aus einer rennsportbegeisterten Familie. Die Französin fuhr in der Vergangenheit selbst bei Amateur-Rennen mit. Sie war angesehene Architektin und seit 2016 Geschäftsführerin der Rennstrecke. Nathalie Maillet wurde 51 Jahre alt.