Noch bevor der finale Höhepunkt für Österreichs Kletterer bei der WM in Moskau auf dem Programm stand - heute ab 19 Uhr greifen Jakob Schubert und Jessica Pilz im Vorstieg um die Medaillen -, klingelte es im Team des österreichischen Kletterverbandes. Pilz schaffte es als einzige Athletin, die in allen Disziplinen angetreten ist, im letzten Bewerb ins Finale und kann daher nicht mehr von Platz eins der Kombinationswertung verdrängt werden. 

Damit darf sich die in Innsbruck lebende Niederösterreicherin ein zweites Mal nach 2018, als sie bei den Heimtitelkämpfen in Innsbruck triumphiert hatte, Weltmeisterin nennen. Anders als bei den Olympischen Spielen, als die Kombination als ein Bewerb in drei Akten ausgetragen wurde, gibt es bei der WM keinen eigenen Wettkampf, stattdessen werden die Einzelergebnisse herangezogen - was Pilz ein Herzschlagfinale wie in Tokio ersparte. Damals hielt sie sich nach einer langen Verletzungspause lange tapfer im Medaillenrennen, letztlich blieb ihr aber nur der siebente Platz. "Heute war das Glück auf meiner Seite", sagte sie daher am Dienstag.

Dass es sich für Gold ausgegangen ist, daran habe sie "nach Speed und Bouldern nicht mehr geglaubt", meinte sie. Für Pilz ist es insgesamt die dritte WM-Medaille, nachdem sie in Innsbruck neben Vorstieg-Gold Bronze in der Kombination geholt hatte.

Und in Moskau darf's ruhig noch ein bisschen mehr für Österreichs Kletterer werden: Im Vorstieg-Finale ab 19 Uhr MESZ hat neben Pilz auch Jakob Schubert, Olympiadritter in Tokio, Chancen auf ein weiteres Stück Edelmetall. (art)