Der "Tag des Sports" geht in seine bereits 20. Auflage, und zwar Corona zum Trotz. Hauptschauplatz des Treibens ist am Samstag das Areal rund um das Wiener Ernst-Happel-Stadion, das mit einer Reihe von "Aktionen zur Förderung von mehr Bewegung in der Bevölkerung" aufwartet. Hintergrund: Die Pandemie hat noch mehr Aufholbedarf bewirkt, als davor ohnehin schon gegeben war. Am Freitag hat in Schulen und Sportvereinen der "Lange Tag des Sports" den Anfang gemacht. Die Europäische Woche des Sports läuft seit Donnerstag und noch bis nächsten Donnerstag, 30. September.

Im Rahmen des "Langen Tag des Sports" haben am Vormittag zahlreiche Bewegungseinheiten in Schulen stattgefunden, darunter viele aufgrund der geltenden Sicherheitsmaßnahmen auch online. Am Nachmittag folgten etliche Sportvereine mit einer Leistungsschau in Richtung mehr Gesundheit, Spaß und Wohlbefinden mit Sport. Vizekanzler und Sportminister Werner Kogler (Grüne): "Heuer hat uns die vierte Covid-Welle noch ein wenig gebremst, 2022 wollen wir mit dem ‚Langen Tag des Sports‘ so richtig durchstarten."

Forderungen an die Politik

Diesmal wurde der "4. Tag des Schulsports" in diese Initiative integriert, begangen am Freitagvormittag im Prater. Auf den Sportstätten der Dachverbände Askö, Asvö und Sportunion gab es für rund 2.500 Wiener Schüler und Schülerinnen etliche neue Sportarten zu entdecken. "Diese Vernetzung des organisierten Sports mit den Schulen ist das Fundament für den nächsten großen Schritt: die österreichweite Ausrollung der täglichen Bewegungseinheit", meinte Sport-Austria-Präsident Hans Niessl.

Die Sportunion hat ebenfalls die Ambition, möglichst viele neu für den Sport zu gewinnen und fordert von der Politik, dass der Schul- und Vereinssport für Minderjährige für den weiteren Verlauf der Coronakrise - mit Corona-Präventionskonzepten und Contact-Tracing - garantiert wird. "Wir fordern weiter eine ‚Nachwuchssport-Garantie‘ ein. Für Kinder und Jugendliche darf es in der laufenden Corona-Krise keinen weiteren Sport-Lockdown geben", erklärte Sportunion-Präsident Peter McDonald.(apa)