Europameisterin Corinna Kuhnle hat eine Kajak-Medaille bei den Kanu-Weltmeisterschaften verpasst. Österreichs einzige Finalistin im Wildwasser-Slalom schrammte am Samstag als Vierte um sieben Zehntelsekunden am erhofften Edelmetall vorbei. Die zweitbeste Laufzeit reichte der 34-jährigen Niederösterreicher wegen vier Strafsekunden nicht. Gold ging an Olympiasiegerin Ricarda Funk, die im neuen Kanal von Bratislava einen deutschen Doppelsieg vor Elena Apel (+2,51 Sek.) anführte.

Die Britin Kimberley Woods paddelte zu Bronze (+3,10). Nicht am Start war die Olympia-Zweite Maialen Chourraut (ESP), die Vorlaufbeste und als Topfavoritin gehandelte Jessica Fox (AUS) war bereits überraschend im Halbfinale ausgeschieden. Dasselbe Schicksal ereilte bei den Männern das Österreicher-Duo um den Olympia-Vierten Felix Oschmautz (27.) und Mario Leitner (24.). Später fand noch das Sprint-Finale mit der Kärntnerin Valentina Dreier statt.

Kuhnle: "Ein bisschen bitter"

"Der 4. Platz ist ein bisschen bitter für mich, aber ich bin stolz auf mich, dass ich nach zehn Jahren immer noch in der Weltklasse mitfahren kann", sagte die 34-jährige Kuhnle, die sich nun noch auf die Extrem-Slalom-Entscheidung am Sonntag konzentrieren wollte. (apa)