Die Dallas Stars haben beim Debüt von Michael Raffl einen 3:2-Erfolg nach Verlängerung gegen die New York Rangers erreicht. Raffl erhielt am Donnerstag im ersten NHL-Saisonspiel seines Teams 15 Minuten Eiszeit und gab einen Torschuss ab.

Den entscheidenden Treffer im Madison Square Garden erzielte der Finne Miro Heiskanen nach eineinhalb Minuten in der Verlängerung.

Im zweiten Spiel feierten die neu in die Liga eingestiegenen Seattle Kraken ihren ersten Erfolg. Sie bezwangen die Nashville Predators auswärts 4:3. Gleich fünf Scorerpunkte verbuchte Anze Kopitar beim 6:2-Heimsieg seiner LA Kings gegen die Vegas Golden Knights. Der Slowene erzielte drei Tore und leistete zwei Vorlagen.

Rossi startet in der AHL

Raffl ist vorerst der einzige Österreicher in der NHL, nachdem sich die Hoffnungen von Top-Talent Marco Rossi auf sein Debüt für Minnesota Wild vergangene Woche zerschlagen haben. Der 20-jährige Vorarlberger soll sich vorerst beim Farmteam Iowa Wild im 400 Kilometer südlich gelegenen Des Moines entwickeln. Seine Premiere in der American Hockey League (AHL) gibt Rossi am Samstag im Auswärtsspiel bei den Texas Stars.

Der junge Center, der von Minnesota im Draft 2020 an Nummer neun gewählt worden ist und einen Dreijahresvertrag unterschrieben hat, hat in der Vorbereitung beim NHL-Klub keineswegs enttäuscht. General Manager Bill Guerin und Trainer Dean Evason entschieden sich aber bei Rossi ebenso wie bei Adam Beckman für eine behutsame Heranführung.

Der General Manager ist überzeugt, dass der Vorarlberger ein wichtiger Teil der Zukunft von Minnesota Wild werden wird. "Wir wollen nicht, dass sie (nur) hier spielen, sie sollen prägend sein. Sie könnten schon in der Liga spielen, kein Zweifel. Aber wir brauchen sie als Leistungsträger", betonte Guerin.

Dafür gilt es, sich noch mehr an das höchste Niveau zu gewöhnen. Rossi, der im Erwachsenen-Eishockey bisher acht Länderspiele für Österreich, ein Spiel in der Schweizer Nationalleague und 18 Partien in der zweiten Schweizer Liga absolviert hat, wird daher bei Iowa viel Spielzeit und Verantwortung als Center einer Offensivlinie bekommen. "Das Beste ist, nach Iowa zu gehen und dort ganz viel zu spielen, in allen Situationen. Das wird helfen, Leistungsträger zu werden", so Guerin. (apa/red)