Er war jahrelang Österreichs Aushängeschild als Tennisspieler, mittlerweile lenkt er als Sportdirektor die Geschicke des Verbandes mit. Doch noch einmal haben die Fans in Wien die Möglichkeit, Jürgen Melzer auf dem Court zu sehen und endgültig in die Athletenpension zu schicken - und das quasi "im Vorbeigehen".

Gemeinsam mit dem deutschen Olympiasieger Alexander Zverev wird Melzer bei den Erste-Bank-Open den Doppelbewerb bestreiten - und der wird als Teil des neuen Konzepts "Tennis 2 Go" von Veranstalter Herwig Straka auf dem zweiten Court in Wien-Landstraße auf dem Heumarkt ausgetragen.

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Auch die am Samstag beginnende Qualifikation sowie einzelne Einzelbewerbe und die Trainings finden auf dem neuen Schauplatz statt, für den Zeitkarten ab einem Preis von 10 Euro (zwei Stunden) erworben werden können.


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Stars gibt es da wie dort, das heißt in der Stadthalle, bei dem ATP-500-Turnier zur Genüge zu sehen sein. Im Einzel-Hauptbewerb stehen etwa die Top-Ten-Spieler Stefanos Tsitsipas, Zverev, Matteo Berrettini, Casper Ruud und Hubert Hurkacz, darüber hinaus Dennis Novak, der Spanier Carlos Alcaraz als Vertreter der jungen Garde, die bei den US Open für Schlagzeilen gesorgt hat, sowie Andy Murray als Vertreter der reiferen Tennis-Generation.

Der 34-jährige Schotte, ehemals Nummer eins der Welt und Wien-Sieger der Jahre 2014 und 2016, wurde mit einer Wild Card ausgestattet und ist "voll motiviert", wie Straka erzählt.

Das gilt freilich auch für die Veranstalter mit ihrem neuen Konzept selbst - und für Melzer. In Abwesenheit des verletzten Dominic Thiem ist damit dennoch ein österreichischer Wien-Sieger zu sehen: Der Niederösterreicher gewann 2009 und 2010. Im "Vorbeigehen" wird ein Sieg aber wohl auch diesmal niemandem gelingen, Heumarkt hin, Stadthalle her.