Ein bisschen dauert es noch, bis Österreichs Handball-Herren wieder im Einsatz bei einer Großveranstaltung sind, dennoch beginnt die Vorbereitung auf die EM im Jänner in Bratislava jetzt. Das betonte ÖHB-Teamchef Ales Pajovic am Montag, nachdem er die Mannschaft am Montag erstmals seit Monaten wieder beinahe komplett in der Südstadt zusammenziehen konnte.

Neben dem Trainieren von Feinheiten in Abwehr und Angriff stehen am Freitag und Sonntag zwei Testspiele gegen Tschechien auf dem Programm. Mit dabei sind bis auf die verletzten Zwillinge Alex und Max Hermann alle Legionäre inklusive dem bei der WM im Jänner schmerzlich vermissten Kapitän Nikola Bilyk sowie der 18-jährige Debütant Franko Lastro.

"Ich freue mich, dass wir beinahe komplett sind. Die Jungs sind motiviert, das hat man gleich im ersten Training gesehen", sagte Pajovič am Montag.

Das Programm für diese Woche ist dicht gedrängt und wie gewohnt nur wenig Zeit. Diese heißt es bestmöglich zu nutzen: "Fokus liegt auf unserem System, auf der 6:0- und 5:1-Abwehr. Auch im Angriff werden wir nochmals alle Handball-Elemente durchgehen, 6:0, 5:0 und 7:6 trainieren. Auch wenn die Spieler bei ihren jeweiligen Vereinen teils anders arbeiten, merkt man mittlerweile, dass wir seit zweieinhalb Jahren zusammenarbeiten."

Zwei Großereignisse binnen weniger Wochen

Für den Slowenen ist es das letzte Mal im Jahr 2021, dass er mit seinem gesamten Kader arbeiten kann. Zwischen Weihnachten und Silvester steht einmal mehr ein Kurz-Trainingslehrgang an. Allerdings ohne Deutschland-Legionäre, da dort in dieser Zeit noch Ligabetrieb herrscht.

Komplett ist man daher erst wieder im neuen Jahr. "Mit dieser und den knapp zwei Wochen im Jänner, haben wir insgesamt nur drei Wochen Vorbereitung auf die Euro. Das ist nicht viel, daher habe ich den Jungs gesagt, dass diese Woche bereits unser Euro-Start ist", erklärte Aleš Pajovič.

Bei der Europameisterschaft in Bratislava - wo man auf viele heimische Fans hofft, so es die Corona-Situation zulässt - trifft das ÖHB-Team in der Vorrunde auf Polen, Deutschland und Weißrussland. Schon davor sind die Frauen im Dezember im WM-Einsatz.