Lewis Hamilton gewann am Sonntag den turbulenten und verrückten Grand Prix von Saudi-Arabien sieben Sekunden vor Max Verstappen und geht dank schnellster Rennrunde punktgleich mit dem Red-Bull-Piloten ins Finale in einer Woche in Abu Dabi. Das Rennen auf dem neuen Kurs in Jeddah musste zwei Mal gestoppt und drei Mal gestartet werden. Hamilton fuhr den Sieg trotz eines beschädigten Frontflügels heraus.

Die beinahe WM-entscheidende Szene passierte sieben Runden vor Schluss. Verstappen hatte sich davor durch Abkürzen einen unlauteren Vorteil verschafft und sollte Hamilton vorbeilassen. Dabei kam der Brite mit seinem Mercedes so knapp an das Heck des Niederländers heran, dass er beim "Bremstest" seinen Frontflügel beschädigte. Trotzdem schaffte es der siebenfache Weltmeister wieder an Verstappen vorbei und sicherte sich am Ende seinen 103. GP-Sieg, der ihm nun doch noch die Chancen auf den WM-Titel offen hält.

Vor der Entscheidung kommenden Sonntag in Abu Dhabi halten beide Piloten bei 369,5 Punkten. Der nach Österreich schon 32 Punkte voranliegende Verstappen hat allerdings einen Sieg mehr vorzuweisen. Scheiden dort beide aus, würde der Niederländer erstmals Weltmeister werden. (apa)