Es ist nur ein Einladungsturnier, es geht um keine Weltranglistenpunkte und um keinen Grand-Slam- oder Masters-Titel. Und doch ist die Mubadala Championship in Abu Dhabi derzeit in aller (Tennis-)Munde. Denn zwei Größen des Sports kehren dort dieser Tage nach monatelanger Verletzungspause auf die Weltbühne zurück: Neben Dominic Thiem sind die Augen vor allem auf den langjährigen Weltranglistenersten Rafael Nadal gerichtet, der die Saison auf der ATP-Tour wegen einer Fußverletzung kurz vor den US Open hatte abbrechen müssen. Thiem wiederum gibt sein Comeback am Donnerstag (15 Uhr/ServusTV) nach exakt 177 Tagen Pause wegen einer Handgelenksverletzung gegen niemand Geringeren als den ehemaligen Weltranglistenersten Andy Murray, der im Computer zwar auf Rang 134 zurückgefallen, dennoch ein echter Gradmesser ist. Auch sonst ist das Feld in Abu Dhabi hochkarätig besetzt: Neben Thiem, Nadal und Murray nehmen Andrej Rublew, Casper Ruud und Denis Shapovalov teil.

Für alle ist es daher auch schon eine Standortbestimmung und ein echter Härtetest für die am 17. Jänner beginnenden Australian Open - bei denen allerdings noch immer nicht sicher ist, wer aus der Tenniselite sich ihnen stellen wird. Weil aufgrund der restriktiven Corona-Maßnahmen eigentlich nur geimpfte Profis in Australien dabei sein dürfen, war etwa die Teilnahme des Weltranglistenersten Novak Djokovic lange offen, nun sieht es aber danach aus, als ob er spielen würde. Der erste Spieler, der sich indessen öffentlich gegen ein Antreten entschieden hat, ist der Franzose Pierre-Hugues Herbert; zudem ist fraglich, ob und wie viele Profis sich bis dahin infizieren oder in Quarantäne müssen. Omikron stellt auch den Sport vor neue Herausforderungen. Thiem indessen hat sich nach langem Zögern, das sogar die heimische Innenpolitik auf den Plan gerufen hat, indessen gegen das Coronavirus impfen lassen.

Auch die Rückkehr von Rafael Nadal wird mit Spannung erwartet. - © afp / Getty / Mitchell Layton
Auch die Rückkehr von Rafael Nadal wird mit Spannung erwartet. - © afp / Getty / Mitchell Layton

Nun aber will der US-Open-Sieger von 2020 wieder sportliche Schlagzeilen liefern.(art)