Nur einen Tag, nachdem Basketball-Ass Stephen Curry in der Basketball-Liga NBA den Rekord an erfolgreichen Drei-Punkte-Würfen in die Höhe geschraubt hat, gibt es im Corona-gebeutelten US-Sport eine neuerliche Bestmarke. Eishockey-Ass Alexander Owetschkin sicherte sich seinen Eintrag in die Geschichtsbücher bei der 4:5-Niederlage seiner Washington Capitals bei den Chicago Blackhawks, bei der er seinen 274. Treffer im Überzahlspiel erzielte und damit zu Rekordhalter Dave Andreychuk aufschloss.

Es war zudem das 751. NHL-Tor seiner Karriere, womit ihm auf den in der ewigen Torjägerliste auf Rang drei liegenden Tschechen Jaromir Jagr (766) nur noch 15 Treffer fehlen. Davor rangieren nur noch Wayne Gretzky (894) und Gordie Howe (801).

Owetschkins Treffer zur 1:0-Führung in der 24. Minute bereitete unter anderem Nicklas Backström vor. Der schwedische Center hat damit bei 115 der 274 Powerplay-Toren des Flügelstürmers den Assist geleistet.

Einigung in Missbrauchsfall

Indessen gibt es auch hinter den Kulissen der NHL Neuigkeiten. Der ehemalige Eishockey-Profi Kyle Beach hat sich mit dem NHL-Club Chicago Blackhawks auf einen Vergleich geeinigt. Angaben zum Inhalt der Einigung infolge von sexuellen Missbrauchsvorwürfen von Beach, der auch für österreichische Vereine gespielt hat, machten die Blackhawks nach der Verhandlung am Mittwoch nicht.

Beach, mit RB Salzburg 2014/15 Meister und später auch für die Graz99ers und den VSV aktiv, hatte intern schon 2010 angegeben, von einem damaligen Videoanalysten in der Meistersaison des Teams missbraucht worden zu sein. Ein im Oktober veröffentlichter Untersuchungsbericht kam zu dem Schluss, dass die Blackhawks verspätetet und unzureichend reagiert hätten.

Wegen des Skandals waren bereits Blackhawks-Präsident Stan Bowman, der auch als Manager für das US-Eishockey-Team bei den Olympischen Spielen in Peking vorgesehen war, sowie der damalige Cheftrainer Joel Quenneville von seinem Posten bei den Florida Panthers zurückgetreten. (red/apa/dpa)