Felix Auböck ist Schwimm-Weltmeister auf der Kurzbahn über 400 Meter Kraul. Vor dem 24-Jährigen hatte nur mit Markus Rogan am 13. April 2008 über 200 Meter Rücken ein Österreicher einen WM-Titel geholt, in Manchester auch im 25-Meter-Becken.

Auböck setzte sich in Abu Dhabi als Vorlaufschnellster bei der 150-m-Marke an die Spitze des Finalfeldes, drückte in 3:35,90 Minuten seinen österreichischen Rekord um gleich 1,58 Sekunden. Sein Vorsprung auf den Litauer Danas Rapsys betrug 0,33.

"Ich wollte eine persönliche Bestzeit schwimmen, und jetzt bin ich Weltmeister. Man hat über 400 Meter Kraul schon oft gesehen, dass jeder die Goldmedaille gewinnen kann", sagte der strahlende Auböck am Donnerstag im ersten Interview. Im Becken hatte er davor ausgelassen gejubelt. Bronze ging in 3:36,83 Minuten an den Schweizer Antonio Djakovic. Auböck hatte sich über 400 Meter Kraul EM-Rang zwei auf der Langbahn gesichert und war in drei Olympia-Finali gekommen. Über 400 Meter Kraul hatte er in Tokio nur um 0,13 Sekunden Bronze verpasst.

Gleich im nächsten Bewerb sorgte Siobhan Bernadette Haughey im Endlauf über 200 Kraul in 1:50,31 Min. für einen Weltrekord, der bisherige der Schwedin Sarah Sjöström war bei 1:50,43 Minuten gestanden.

Auböck, der auf die Kurzbahn-EM in Kasan verzichtet hatte, hatte stattdessen zuletzt ein ausgiebiges Höhentrainingslager absolviert. Wo er vor den Titelkämpfen stand, wusste er dennoch selbst nicht so genau. Ein Finale war sein Minimalziel, von mehr wollte der Niederösterreicher davor nicht sprechen.

Der 24-Jährige führt in Abu Dhabi ein starkes zwölfköpfiges Team an, dem vielleicht sogar noch mehr zuzutrauen ist. Er selbst geht noch über (seine schwächere) 200-Meter-Distanz an den Start. (apa)