Was lange währt, wird endlich gut. Im Oktober 2020 wurde Eishockey-Talent Marco Rossi an guter Stelle von Minnesota Wild gedraftet, nach Umwegen in der Schweiz und beim Farmteam Iowa Wild hat er es nun zu seinem ersten Einsatz in der nordamerikanischen Eishockey-Profiliga NHL geschafft. Ausgerechnet am Dreikönigstag durfte sich der junge Vorarlberger dabei gleich doppelt wie ein Schneekönig freuen. Der 20-Jährige Eishockeytalent kam nicht nur zu seinem Debüt, sondern auch zu viel Spielzeit, einer guten Leistung und einem Sieg.

Rossi ist damit nach Reinhard Divis, Christoph Brandner, Thomas Pöck, Thomas Vanek, Andreas Nödl, Michael Grabner und dem aktuell für die Dallas Stars spielenden Michael Raffl der achte Österreicher, der in der NHL zum Einsatz gekommen ist. Für beide Österreicher gab es einen Sieg: Raffl erzielte im ersten Drittel des Spiels gegen die Florida Panthers mit seinem vierten Saisontor den 1:1-Ausgleich, die Stars siegten nach Penaltyschießen 6:5. Die Wild wiederum beendeten mit einem 3:2 bei den Boston Bruins den Negativlauf von zuletzt fünf Niederlagen. Rossi hat sich mit starken Leistungen im Farmteam, für das er mit 23 Punkten in 21 Spielen Topscorer ist, den Aufstieg in die NHL verdient.

Schlussphase überstanden

Vor den Augen seiner angereisten Eltern kam der Vorarlberger auch eine Stufe höher gleich gut ins Spiel. Der Center wurde von Trainer Dean Evason zunächst mit Marcus Foligno und Kevin Fiala zusammengespannt und stand gleich bei seinen ersten Aktionen im Mittelpunkt. Rossi holte in seinen ersten NHL-Sekunden eine Strafe heraus und wurde anschließend in der ersten Powerplay-Formation - links an der blauen Linie - eingesetzt. In Führung ging aber Boston mit dem ersten Überzahlspiel durch Taylor Hall (7.). Einen Doppelausschlusses der Gastgeber nutzte Minnesota, um das Spiel zu drehen. Kirill Kaprisow per Onetimer (16./PP2) und Nico Sturm, der einen Brodin-Schuss abfälschte (17.), brachten die Wild 2:1 in Führung. Im Mitteldrittel erhielt Rossi mit seinem gleichaltrigen Iowa-Sturmpartner Matt Boldy, der ebenfalls zu seiner NHL-Premiere kam, einen neuen Flügel. Boldy krönte seinen Einstand mit dem Tor zum 3:1 (33.), Brad Marchand brachte Boston aber wieder auf 2:3 heran (36./PP). Ohne Starstürmer Kaprisow, der im Mitteldrittel nach einem unnötigen Check verletzt vom Eis ging, brachte Minnesota im Schlussabschnitt die knappe Führung gegen die anstürmenden Bruins über die Zeit. Für Rossi jedenfalls war es ein Debüt, das Lust auf mehr machte.(art/apa)