Das österreichische Handball-Nationalteam der Männer ist am Mittwoch von seinem Trainingsquartier in Stockerau in den EM-Spielort Bratislava übersiedelt. Am Freitag (20.30 Uhr, live ORF Sport+) geht es in Gruppe D gegen Polen los, weitere Gegner am Sonntag und Dienstag sind Deutschland und Belarus.

ÖHB-Teamchef Ales Pajovic reduzierte seinen Kader um zwei Akteure auf 16 Spieler, auf der Strecke blieben Westwien-Tormann Florian Kaiper und Marin Martinovic von den Fivers. Da der 26-jährige Schlussmann in den vergangenen Tagen gesundheitlich nicht voll auf der Höhe gewesen war, war die Entscheidung für das Goalie-Duo Golub Doknic von Hard und Ralf Patrick Häusle von Bregenz zu erwarten gewesen. Rückraum-Spieler Martinovic musste zugunsten von Daniel Dicker weichen, er soll sich aber weiter fit halten und regelmäßig testen. "Es war keine Entscheidung gegen ihn", wurde Pajovic in einer Aussendung zitiert. "Das Turnier ist hoffentlich lang, da kann viel passieren."

Die ÖHB-Vorbereitungsphase ist zwar verletzungsfrei und ohne positiven Corona-Test verlaufen. Gerade die Frauen-WM im Dezember in Spanien hat für Österreich aber gezeigt, dass es schnell zu nötigen Nachnominierungen kommen kann. Pajovic: "Wir haben bei der WM (der Männer 2021, Anm.) gesehen, wie schwer es ist, ein so wichtiges Turnier zu bestreiten, wenn einige Stammspieler ausfallen." In Ägypten schaute nach einem von Anfang an verkorksten Turnier nur der 26. Platz heraus, im Jahr davor hatte man als Achter bei der Heim-EM überzeugt. Diesmal soll das Pendel wieder in diese Richtung ausschlagen. "Zuletzt haben wir uns verstärkt mit Polen beschäftigt. Wir sind bereit."