Tennis-Routinier Rafael Nadal hat auf seinem Siegeszug auch nicht von einem wütenden Nick Kyrgios bremsen lassen. Der Australian-Open-Champion gewann beim Masters-Turnier in Indian Wells am Donnerstag im Viertelfinale 7:6(0),5:7,6:4 gegen den frustrierten Australier. Nach seinem heuer 19. Erfolg in Serie trifft der 35-Jährige nun auf Jungstar Carlos Alcaraz. Sein 18-jährige Landsmann schaltete den britischen Vorjahressieger Cameron Norrie mit 6:4,6:3 aus.

Kyrgios sorgte hingegen wieder einmal mit auffälligem Verhalten für Aufsehen. Er gab den ersten Satz nach einer zwischenzeitlichen Führung am Ende durch einen Strafpunkt ab, weil er sich eine verbale Entgleisung gegen einen Zuschauer leistete. Nach dem Spielende schleuderte er wutentbrannt seinen Schläger so heftig auf den Boden, dass dieser von dort dann im hohen Bogen über den Platz flog. Ein Ballbub duckte sich weg, weil er Angst hatte, getroffen zu werden.

Kyrgios bestritt jegliche Absicht, der Schläger sei nach dem Aufprall unglücklich weggesprungen. "Ich bin ein Mensch, solche Dinge passieren", sagte der 26-Jährige, der für seine Gefühlsausbrüche schon häufig bestraft wurde. Beim Ballbuben entschuldigte sich Kyrgios, einen entsprechenden Dialog verbreitete er via Twitter.

In das Frauen-Halbfinale zogen die Griechin Maria Sakkari und die Spanierin Paula Badosa ein. Sakkari siegte 7:5, 6:4 gegen Jelena Rybakina aus Kasachstan, Titelverteidigerin Badosa gewann 6:3, 6:2 gegen die Russin Veronika Kudermetowa. (apa)