Die EM-Qualifikation der österreichischen Handballerinnen befindet sich bereits in der Zielgerade. Auf die ÖHB-Auswahl von Trainer Herbert Müller wartet am kommenden Sonntag gegen Favorit Rumänien in Valcea (17 Uhr) das Entscheidungsspiel um den zweiten Platz in Gruppe 2 und damit die EM-Teilnahme. Zuvor sind am Mittwoch (20.25 Uhr/jeweils ORF- Sport+) in Graz die ungeschlagenen Däninnen die Gegnerinnen.

Das Frauen-Nationalteam steht auf dem Weg zur ersten EM-Teilnahme seit 2008 laut dem Teamchef vor einer "Mammutaufgabe". Es sei unmöglich, das Fehlen von acht Verletzten zu kompensieren, sagte Müller, der daher mit einer nochmals verjüngten Mannschaft antritt. Er habe im ersten Training geglaubt, bei einem Juniorinnen-Team zu sein, sagte der Langzeit-Teamchef am Dienstag bei einem Pressetermin in Graz. Es gebe aber im Kader Führungsspielerinnen und damit würde das Spiel klappen, meinte Müller. "Es müssen aber schon halbe Wunder passieren, damit man gegen die zwei Großmächte eine Chance hat."

Gegen die WM-Dritten aus Dänemark fuhr man im Hinspiel eine Niederlage mit nur fünf Toren Differenz ein, gegen Rumänien erreichte man daheim ein 33:33. "Da konnten wir sie überraschen, aber das wird nicht zweimal gelingen", meinte Müller. "Wir müssen diesmal eine andere Antwort finden, die eigenen Stärken noch besser einbringen und die Schwächen des Gegners nutzen." Kritisch äußerte sich Dänemark-Legionärin Sonja Frey: "In der jetzigen Situation wäre es vermessen, von Sieg zu sprechen", sagte die 28-Jährige. Man werde nicht "alles reinhauen", wenn man wenige Tage später ein schwieriges Spiel in Rumänien habe.

In Valcea werden die Österreicherinnen in einem Hexenkessel gegen eine verstärkte rumänische Mannschaft antreten. "In diesen zwei Spielen müssen wir unsere Kräfte gut einteilen", fügte ÖHB-Kapitänin Petra Blazek hinzu.