Boris Becker muss ins Gefängnis. Der frühere Tennis-Star, der vor einem Londoner Gericht vor drei Wochen der Insolvenzverschleppung schuldig gesprochen worden war, erfuhr am Freitag sein Strafmaß: Demnach erhielt er eine Haftstrafe von zwei Jahren und sechs Monaten.

Die Verkündung war mit großer Spannung erwartet worden. Vor dem Gericht standen am Freitag zahlreiche Fotografen und Kameraleute bereit, auch im Inneren bildete sich bereits Stunden vor dem Beginn der Verkündung eine lange Schlange. Angesichts des Andrangs wurde die Sitzung in einen größeren Saal verlegt.

Der dreifache Wimbledon-Sieger war 2017 gerichtlich für zahlungsunfähig erklärt worden und musste daraufhin sein Vermögen offenlegen. Die Laienrichter gelangten aber zu der Ansicht, dass Becker den Besitz einer Immobilie in seinem Heimatort Leimen verschleierte, unerlaubterweise hohe Summen auf andere Konten überwies und Anteile an einer Firma für künstliche Intelligenz verschwieg. Laut Aklage habe er bereits 2015 von seiner Zahlungsunfähigkeit gewusst. (apa/dpa)