Die Detroit Red Wings haben sich die Rechte an Marco Kasper gesichert. Der 18-jährige Stürmer ist beim Draft der nordamerikanischen Eishockeyliga NHL im Bell Centre von Montreal als Nummer acht gewählt worden. "Ich bin so begeistert, von so einer großartigen Organisation gewählt worden zu sein", erklärte der Kärntner.

Kasper ist erst der vierte österreichische Erstrunden-Draft. Nur Thomas Vanek, der 2003 von den Buffalo Sabres als Nummer fünf gewählt worden war, wurde höher gedraftet. Kasper ist bei einem Traditionsklub gelandet, der von einer Legende geführt wird. Steve Yzerman, einst Superstar der Red Wings, ist seit April 2019 General Manager in Detroit und baut seither die Mannschaft um. Die Red Wings sind mit elf Stanley-Cup-Siegen nach den Montreal Canadiens und den Toronto Maple Leafs der dritterfolgreichste Klub der NHL, haben aber seit 2016 stets das Play-off verpasst.

Kasper könnte der zweite österreichische Spieler bei den Red Wings werden. Vanek spielte 2015/16 und in seiner letzten Saison 2018/19 für Detroit. Gut möglich allerdings, dass der Kärntner im kommenden Jahr weiter für den schwedischen Spitzenklub Rögle stürmt. Beim Verein aus Ängelholm und im österreichischen Nationalteam hat er in der abgelaufenen Saison mit starken Leistungen überzeugt und sich in der Draft-Hierarchie nach oben gespielt.

"Es ist ein unglaubliches Gefühl, von so einem coolen Team wie den Red Wings gedraftet zu werden. Es fühlt sich unwirklich an und dauert noch ein paar Tage, um das zu realisieren", sagte Kasper, der vor den Augen seiner Eltern auf der Bühne in rot gewandet wurde. Der bis 2020 beim KAC ausgebildete Center und Flügel sprach von einem Traum, der wahr wurde. "Aber es ist nur ein Schritt in meiner Karriere. Ich werde weiter hart an mir arbeiten." Der Sohn des ehemaligen Teamverteidigers Peter Kasper verbuchte in der Liga sieben Tore und vier Assists im Grunddurchgang, legte im Play-off mit je drei Toren und Assists nach und trug sechs Scorerpunkten zum Triumph in der Champions Hockey League bei. Zudem zeigte er bei der WM in Finnland, dass er sich auch gegen gestandene NHL-Spieler durchsetzen kann.