Dominic Thiem ist nach Kitzbühel zurückgekehrt. Der 28-jährige Niederösterreicher spielt zum ersten Mal seit seinem Titel 2019 wieder in der Gamsstadt. Damals hatte er, wie er selbst sagt, eine "Traumwoche" mit dem ersten Heim-Titel abgeschlossen. Seither ist er nicht nur US-Open-Sieger (2020) geworden, sondern hat auch eine lange Verletzungspause hinter sich.

Seine Auftritte zuletzt in Baastad und Gstaad (Viertelfinale, Semifinale) haben sein Selbstvertrauen gestärkt, wie er bei einem Medientermin am Montag in Kitzbühel bestätigte. Am Dienstag (19.30 Uhr/Servus-TV) eröffnet er sein Turnier gegen Alexander Schewtschenko, ein russischer Lucky Loser, der pikanterweise von Thiems Langzeit-Ex-Coach Günter Bresnik betreut wird. Ursprünglich wäre es in der ersten Runde gegen Richard Gasquet gegangen, ehe dann das schwere Los Matteo Berrettini gewartet hätte, gegen den er soeben in Gstaad verloren hatte. Doch weil der Italiener und der Norweger Casper Ruud, der sich in Gstaad gegen Berrettini im Finale durchsetzte, für Kitzbühel absagten, wurde die Setzung komplett durcheinandergewürfelt. Immerhin fehlen damit die Nummer 1 und 2 des Turniers.

Für Thiem ändert sich dadurch allerdings wenig: "Ich will nicht unbedingt auf den Zug aufspringen, der von außen kommt, wo viele wieder sagen, dass ich der Turnierfavorit bin oder so. Einfach, weil ich das selber nicht so sehe, obwohl es natürlich in eine gute Richtung gegangen ist. Ich schaue mal, dass ich eine gute erste Runde spiele." Ihm fehle im Gegensatz zu früher "von allem ein bisserl was": "Die Schläge sind da, im Training sind sie sehr gut, im Match, wenn ich nicht weiß, wo der Ball hinkommt, tue ich mich noch ein bisserl schwer."

Misolic im Achtelfinale

Einen erfolgreichen Auftakt für Rot-Weiß-Rot gab es bereits am Montag: Der Österreicher Filip Misolic hat sein erstes Spiel in einem ATP-Hauptbewerb überhaupt gewonnen. Der 20-Jährige besiegte den Brasilianer Daniel Dutra da Silva 6:2, 7:6 (6). Im Achtelfinale trifft der gebürtige Steirer - die Nummer 205 der Welt - entweder auf Lorenzo Sonego (Ita) oder Pablo Andujar (Sp).