Für Qualifikant Gerald Melzer ist am Dienstag die erste Runde beim Tennis-Generali-Open in Kitzbühel vorzeitig zu Ende gegangen. Der 32-jährige Bruder von ÖTV-Sportdirektor Jürgen musste gegen den Deutschen Yannick Hanfmann beim Stand von 4:6, 1:1 und 0:30 wegen einer Oberschenkel-Blessur aufgeben.

Damit schied der erste von insgesamt fünf Österreichern im Hauptbewerb des Gamsstadt aus. Jurij Rodionov und Filip Misolic schafften es bereits ins Achtelfinale, die Erstrundeneinsätze von Sebastian Ofner (gegen Richard Gasquet) und Dominic Thiem gegen (gegen Alexander Schewtschenko) finden heute Abend statt.

Für Gerald Melzer war das frühe Aus insofern auch bitter, als sein zuvor letzter Auftritt schon fünf Jahre zurücklag. Und dieses Mal nahm der 32-Jährige einiges auf sich, um überhaupt in der Qualifikation dabei zu sein: Denn er reiste direkt nach dem Aus am Freitag im fast vierstündigen Challenger-Viertelfinale in Tampere nach Kitzbühel. "Ich war zwei Stunden vor der ersten Quali-Partie da", schilderte Melzer. "Ich habe alle Strapazen auf mich genommen."

Die vergangenen drei, vier Jahre seien eine schwierige Zeit gewesen. Ein Bänderriss im Sprunggelenk hatte ihn 2018 völlig aus der Bahn geworfen, und auch mehrere Operationen hatten ihm nicht wirklich geholfen. Erst im Mai 2021 gab Melzer nach zwei Jahren ohne Match sein Comeback, als er im Ranking schon aus den Top 1.000 gefallen war. 2016 hatte Melzer in Kitz mit dem Halbfinaleinzug ein Karriere-Highlight erlebt. (apa)