Der 20-jährige Grazer Filip Misolic ist die Entdeckung der Generali-Open in Kitzbühel: Der ÖTV-Newcomer schaffte es am Mittwoch überraschend ins Viertelfinale des Sandplatzturniers, indem er den 36-jährigen Spanier Pablo Andujar mit 6:4 und 6:0 besiegte. Misolic, der übrigens wie Roger Federer und Felix Auger-Aliassime am 8. August Geburtstag hat, feiert damit in der Gamsstadt ein überaus gelungenes Debüt auf der ATP-Tour. Mit diesem Sieg setzt er sich ab Montag zumindest auf einer Position um 175 in den Top 200 fest. Im Kampf um die Vorschlussrunde trifft er nun entweder auf Aslan Karazew (RUS-4) oder Dusan Lajovic (SRB).

Der Grazer profitierte freilich auch vom fehleranfälligen Spiel des Spaniers, der aktuellen Nummer 98 der ATP-Weltrangliste - vor allem im zweiten Satz war Andujar mitunter entnervt. Beim Stand von 0:5 schien der Spanier schon aufzugeben, mit seinem 15. unerzwungenen Fehler beförderte er Misolic letztlich ins Kitz-Viertelfinale. "Natürlich war er eine kleine Hilfe", meinte der Youngster angesprochen auf die vielen Fehler seines Gegners; dennoch sei er "glücklich", es beim Debüt in die Runde der besten Acht geschafft zu haben.

Aus für Rodionov

Für Jurij Rodionov war indes am Mittwoch im Achtelfinale Endstation: Gegen die Nummer 3 des Turniers beziehungsweise Nummer 20 der Welt, Roberto Bautista Agut, war der 23-Jährige beim 1:6, 4:6 in 79 Minuten letztlich chancenlos. Lediglich im zweiten Satz hatte Österreichs aktuelle Nummer eins im ATP-Ranking zumindest die Möglichkeit gehabt, die Partie zu verlängern. Bei 4:5 vergab er seinen einzigen Breakball der Partie, danach servierte sein Gegner aus. "Seit dem Break im zweiten Satz habe ich angefangen, wirklich gut zu spielen. Gegen einen Spieler wie Bautista Agut reicht es aber nicht, wenn man ab einer Stunde anfängt, gut zu spielen", meinte Rodionov. Im Ranking wird sich der Niederösterreicher auf eine Position um 136 verbessern.

Das Österreicher-Duell im Achtelfinale zwischen Dominic Thiem und Sebastian Ofner stand für Mittwochabend an.