Fabio Quartararo, Francesco Bagnaia oder Aleix Espargaro? Fünf Rennen vor Schluss steht die Königsklasse der Motorrad-WM, die MotoGP, vor einem heißen Herbst. Am Sonntag (8 Uhr MESZ) könnte Titelverteidiger Quartararo seine WM-Führung beim Rennen in Motegi auch schon los sein: Francesco Bagnaia folgt mit nur zehn Punkten Abstand, auch Aleix Espargaro darf sich mit 17 Zählern Rückstand noch Hoffnungen auf seinen ersten MotoGP-Titel machen.

Die besten Karten scheint aber Bagnaia zu haben: Bis zum vergangenen Wochenende, als er sich seinem italienischen Landsmann und Ducati-Teamkollegen Enea Bastianini in Spanien geschlagen geben musste, hat er vier Rennen hintereinander gewonnen. Ducati ist derzeit ohnehin das Maß der Dinge, die Italiener stehen schon jetzt als Weltmeister in der Konstrukteurs-WM fest. Der bis dato letzte Fahrer-WM-Titel liegt allerdings schon länger zurück: 2007 holte Casey Stoner die WM. Dass Ducati die Strecke in Motegi mit ihren acht Rechts-, acht Linkskurven sowie einer Geraden von 762 Metern liegt, haben die Fahrer jedenfalls am Freitag im Training bewiesen: Bestzeit erzielte Jack Miller vor Bagnaia, als Dritter platzierte sich Quartararo auf seiner Yamaha. Das Fazit des Franzosen, der in Spanien durch einen Sturz wertvolle Punkte liegen gelassen hatte, fiel zwiespältig aus: "Wir haben recht gut abgeschnitten, aber der Abstand zu den anderen ist erstaunlich."(tamsl)