Frauen-Radstar Annemiek van Vleuten hat ihrer erfolgreichen Karriere ein weiteres sensationelles Kapitel hinzugefügt. Die Niederländerin gewann am Samstag bei der Rad-WM im australischen Wollongong Gold im Straßen-Bewerb, obwohl die 39-Jährige nach ihrem Sturz im Team-Mixed-Zeitfahren am Mittwoch mit einem gebrochenen Ellenbogen ins Rennen gegangen war. Einzige Österreicherin am Start war Carina Schrempf, die WM-Debütantin belegte mit knapp fünf Minuten Rückstand Rang 33.

Van Vleuten hatte bei nassen Bedingungen kurz vor Schluss des 164,3 Kilometer langen Rennens mit einer Attacke aus einer Spitzengruppe heraus Erfolg. Die Zeitfahr-Olympiasiegerin von Tokio triumphierte mit einer Sekunde Vorsprung vor der Belgierin Lotte Kopecky und Silvia Persico aus Italien. Für die Niederländerin ist es der zweite WM-Titel im Straßenrennen - sie hatte bereits 2019 Gold geholt. Zweimal hat die Ausnahme-Athletin bisher auch das Regenbogen-Trikot im Einzelzeitfahren gewinnen können (2017,2018).

Schrempf musste sich wie befürchtet als ÖRV-Einzelkämpferin beweisen, da die Tiroler Zwillingsschwestern Christina (Verkühlung) und Kathrin Schweinberger (in der Vorwoche corona-positiv) nach ihren gesundheitlichen Problemen noch nicht rennfit waren und daher auf einen Start verzichten mussten. Im Rennen der Juniorinnen über 67,2 km belegte Daniela Schmidsberger den guten 13. Platz.

Am Sonntag kommt es in Wollongong zum WM-Showdown der Männer über 267 km. Für Österreich gehen Tobias Bayer, Sebastian Schönberger und Felix Gall an den Start. (apa)