Die österreichische Volleyball Bundesliga (ÖVL) wird ab der kommenden Spielzeit, die am Samstag startet, die höchste Spielklasse im heimischen Herren-Volleyball selbst vermarkten. Der österreichische Volleyball-Verband (ÖVV) vergab dazu ein großes Rechtepaket im Bereich Vermarktung und Medien für die Promotion der Liga. Die Vereinbarung soll mindestens einmal für die kommenden zwei Spielzeiten gelten.

In Zukunft sind weitere Anpassungen geplant, um die Eigenverwaltung und Verantwortung der Vereine in Bezug auf Professionalität und Struktur der Bundesligen auszubauen. "Wir sind zufrieden, dass nach langen und intensiven Verhandlungen ein Weg zu einer Kooperationsvereinbarung gefunden wurde. So kann eine Struktur geschaffen werden, die es den Vertretern der Klubs ermöglicht, sich in Zukunft mehr in die Weiterentwicklung und Professionalisierung der Austrian Volley League einzubinden. Wir sehen eine gute Möglichkeit, dass mit der erhöhten Eigenverantwortung der Vereine viele Schritte und Marketingmaßnahmen in Zukunft rascher umgesetzt werden können", sagt ÖVV-Präsident Gernot Leitner. Auch ÖVL-Präsident Peter Kirchmayr sieht darin einen wichtigen Schritt: "Wir stehen mit anderen Sportarten und den zahlreichen anderen Freizeitmöglichkeiten der modernen Gesellschaft im Wettbewerb um Aufmerksamkeit."

Supercup als Auftakt

Diese wurde zwei Teams bereits vergangenen Samstag beim erstmals ausgetragenen Austria-Volley-League-Supercup zuteil, der auch gleichzeitig die neue Saison einläuten sollte. Bei den Damen setzte sich Meister Linz-Steg gegen Cupsieger Sokol/Post SV souverän mit 3:0 (25:21, 25:20, 25:22) durch. Im Spiel der Herren war das Waldviertler Volleyballteam wieder einmal nicht zu stoppen. Der Double-Gewinner aus der letzten Saison gewann das Derby gegen Gastgeber Amstetten nach Satzrückstand mit 3:1 (18:25, 25:15, 25:18, 25:15). "So in die Saison zu starten und gleich zu Beginn einen Titel zu holen, bringt sehr viel Selbstvertrauen und zeigt, dass sich die harte Vorbereitungsarbeit gelohnt hat" sagte der geschäftsführende Obmann Werner Hahn nach dem Erfolg. Für den Titelverteidiger startet die Saison in Klagenfurt.

Aufstieg für Aich/Dob

Der SK Zadruga Aich/Dob hat indes den Aufstieg in die zweite Runde der Volleyball Champions League geschafft. Die Kärntner setzten sich am Dienstagabend in Bleiburg gegen den montenegrinischen Verein Budva 3:1 (35,-25,21,18) durch. Aich/Dob bekommt es nun schon nächste Woche zu Hause mit dem finnischen Meister Sastamala zu tun. Um in die Gruppenphase einzuziehen, müssen drei Runden gemeistert werden.

Nachdem die Heimmannschaft den Marathon-Satz zu Beginn nach 38 Minuten für sich entschieden hatte, schnappte sich das Team aus Montenegro den nicht minder ausgeglichenen zweiten Durchgang. Der dritte Satz ging aber wieder an Aich/Dob, womit das Weiterkommen mathematisch bereits fix war. Im vierten Satz machte der österreichische Vizemeister auch den Matchsieg klar. Eine starke Leistung zeigte vor allem der griechische Zugang Anastasios Aspiotis.

"Ich bin stolz darauf, was wir erreicht haben, das war eine super Werbung", sagte Aich/Dob-Sportdirektor Martin Micheu. "Diese Mannschaft kann viel erreichen, es steckt noch einiges mehr in ihr, als sie bisher gezeigt hat. Wir freuen uns schon auf Sastamala." (apa/ml)