Tennis-Jungstar Holger Rune hat seinen Siegeszug beim ATP-Masters-1000-Turnier von Paris-Bercy mit dem Titel gekrönt. Der 19-jährige Däne besiegte am Sonntag im Finale Novak Djokovic mit 3:6, 6:3, 7:5 und feierte seinen dritten Titel auf der ATP-Tour. Damit zieht er am Montag auch erstmals in die Top Ten der Weltrangliste ein. Finalgegner Djokovic ging hingegen nach 13 Siegen in Folge wieder als Verlierer vom Platz und verpasste seinen siebenten Pariser Masters-Titel.

Rune überwand in einem fesselnden Endspiel nicht nur einen Satzrückstand, im entscheidenden dritten Durchgang machte der Teenager auch ein 1:3 wett. Als der Däne beim Stand von 6:5 zum Matchgewinn aufschlug, musste er zudem sechs Breakbälle des Serben abwehren. Im Gegenzug verwertete der 19-Jährige seinen zweiten Matchball zum bisher größten Erfolg seiner noch jungen Karriere und kürte sich zum jüngsten Paris-Sieger seit dem damals 18 Jahre alten Boris Becker 1986.

"Du bist einer meiner Lieblingsspieler, ich habe dich seit deiner Kindheit beobachtet. Es ist eine Freude, den Platz mit dir zu teilen", sagte Rune danach Richtung Djokovic. "Ich habe meine Zeit beim Turnier hier wirklich genossen." Der Serbe gab die Komplimente umgehend zurück. "Ich bin nicht glücklich darüber, dass du mich geschlagen hast. Aber andererseits freue ich mich für dich, weil ich deine Persönlichkeit mag. Du bist ein sehr engagierter Typ, der Tennis liebt", sagte der 21-fache Grand-Slam-Sieger. "Du hast viele Stunden harter Arbeit investiert, nun zahlt es sich für dich aus. Deine Zukunft ist rosig."

Bester Däne der Geschichte

Rune, der zuletzt vier Mal in Folge auf der ATP-Tour im Finale stand und nun seinen ersten Masters-Triumph einheimste, wird sich laut ATP im Ranking auf Platz zehn vorschieben. Das hat vor ihm noch kein Däne geschafft.

Für den hochtalentierten Tennisspieler war es zudem der fünfte Sieg über einen Top-Ten-Spieler in fünf Tagen. Vor dem Finalerfolg gegen Djokovic hatte Rune bereits Hubert Hurkacz (POL/10.), Andrej Rublew (RUS/7.), den angeschlagenen Carlos Alcaraz (ESP/1.) und Felix Auger-Aliassime (CAN/8.) in die Schranken gewiesen. (apa)