Es war kein einfaches Jahr für Novak Djokovic, doch gegen Ende hin läuft es für den ehemaligen Weltranglistenersten wieder nach Wunsch. Beim Saisonabschlussturnier der besten acht Tennisspieler ist er vor dem letzten Spiel gegen Daniil Medwedew am Freitag (14 Uhr) ins Halbfinale eingezogen, danach bestätigte Djokovic, dass er bei den Australian Open ab 16. Jänner antreten darf.

In Turin feierte er im zweiten Gruppenspiel den zweiten Sieg, nach Stefanos Tsitsipas bezwang er auch den Russen Andrej Rublew klar mit 6:4, 6:1.

Auch Rublew hat nach seinem Erfolg im ersten Match noch alle Chancen auf den Semifinaleinzug, er bekommt es im direkten Duell um den Aufstieg mit Tsitsipas zu tun, der sich gegen Medwedew mit 6:3, 6:7, 7:6 durchsetzte. Der Sieger von 2020 ist damit vorzeitig ausgeschieden.

Topfavorit auf den Titel ist Djokovic, der mit seinem sechsten Triumph den Rekord von Roger Federer egalisieren könnte. Wäre Zusatzmotivation vonnöten, wäre sie von den australischen Behörden gekommen. Wie der Serbe nach seinem Spiel erklärte, haben sie ihm die Einreise im Jänner gestattet. In diesem Jahr hatte er das Land wegen seiner fehlenden Impfung gegen das Coronavirus nach einem Rechtsstreit wieder verlassen müssen und war eigentlich mit einem dreijährigen Einreiseverbot belegt worden. Dies hob die jetzige Regierung nun auf. "Es könnte keine besseren Nachrichten für mich geben", sagte Djokovic.

Der Gewinner von 21 Grand-Slam-Titeln hat die Australian Open schon neunmal für sich entschieden und ist damit Rekordhalter. Die vergangenen US Open hatte er als nicht gegen das Coronavirus Geimpfter ebenfalls verpasst. Die auch dadurch verkorkste Saison, in der er auf den aktuell achten Platz in der Weltrangliste abgerutscht ist, kann er nun mit dem Triumph in Turin retten. Im Halbfinale steht er zumindest schon zum elften Mal.