Max Verstappen hat den Rekord für Siege innerhalb einer Formel-1-Saison noch höher geschraubt. Der Weltmeister gewann das Finale in Abu Dhabi und schaffte somit den 15. Streich im Kalenderjahr. Den zweiten WM-Platz holte sich der auch am Sonntag zweitplatzierte Ferrari-Mann Charles Leclerc, der Verstappens Red-Bull-Teamkollegen Sergio Perez dank der besseren Strategie auf Rang drei verwies. Ferrari sicherte auch den zweiten Platz in der Konstrukteurs-WM im Duell mit Mercedes.

Vor dem Rennen zollte die Formel-1-Gemeinde dem Abschied nehmenden Sebastian Vettel gebührend Tribut. Die Fahrerkollegen standen für den viermaligen Weltmeister Spalier, "DANKE SEB" stand auf einem Plakat in der Startaufstellung geschrieben. Dazu gab es am Sonntag eine Illustration des Aston-Martin-Piloten. Vater Norbert Vettel konnte seine Tränen vor dem Start kaum verbergen.

Vettel absolvierte in Abu Dhabi sein 299. und letztes Formel-1-Rennen und belegte den zehnten Platz. Er will künftig mehr Zeit mit seiner Familie verbringen und sich Projekten abseits der Motorsport-Königsklasse zuwenden. Der Hesse, der seine erfolgreichste Zeit bei Red Bull verbrachte, hat sich seit einigen Jahren den Themen Nachhaltigkeit und Klimaschutz verschrieben.

Das letzte Rennen zumindest für einige Zeit war es in Abu Dhabi auch für Vettels ehemaligen Red-Bull-Teamkollegen Daniel Ricciardo, der kein Cockpit für 2023 fand. Mick Schumacher sagte bei Haas nach zwei Jahren auf Wiedersehen, Nicholas Latifi muss bei Williams Schluss machen. Dazu halten sich Gerüchte, dass auf der operativen Ebene Mattia Binotto als Ferrari-Teamchef seinen Hut nehmen muss. (apa)