Motorrad-Pilot Matthias Walkner hat sich bei der Rallye Dakar in Saudi-Arabien nach seinem Navigationsfehler-Rückfall mit einem fünften Platz rehabilitiert. Der 36-jährige Salzburger verbesserte sich am Mittwoch durch sein bisher bestes Etappenergebnis um einen Rang an die zehnte Gesamtposition. Überschattet wurde der Renntag allerdings von einer Todesnachricht: Ein italienischer Zuschauer verstarb, nachdem er am Dienstag hinter einer Sanddüne vom Truck eines Teilnehmers erfasst worden war.

"Tag extrem genossen"

Neuer Spitzenreiter nach dem zehnten Teilstück mit 114 Sonderprüfungskilometern im Empty Quarter ist Walkners KTM-Teamkollege Kevin Benavides. Der Argentinier löste vor den nächsten langen Etappen in der Sandwüste Rub al-Chali den Husqvarna-Fahrer Skyler Howes als Führenden ab. Nach Etappenrang vier führt Benavides nun eineinhalb Minuten vor Howes. Dem seit über einer Woche mit einer sturzbedingten Handgelenksverletzung kämpfenden Walkner fehlen indes fast 40 Minuten auf die Spitze.

Tagesschnellster war Ross Branch (Hero), Walkner fehlten dieses Mal aber nur weniger als eineinhalb Minuten auf den Etappensieger. "Es war sehr lässig zum Fahren - viel Sand, menschenleer und hohe Dünen. Ich habe den Tag wirklich extrem genossen. Mit dem fünften Platz habe ich mir eine fast perfekte Startposition für morgen verschafft. Da begeben wir uns in die offene Wüste und müssen ausschließlich nach Kompasskurs navigieren", sagte Walkner. Er wolle trotz der Strapazen in den vergangenen Tagen noch das Beste herauszuholen und die Zeit am Motorrad genießen, so der Dakar-Sieger von 2018. Die 45. Auflage der vielleicht härtesten Rallye der Welt endet am Sonntag in Dammam - vier Etappen stehen also noch auf dem Programm.