Samuel Eto’o, 30-jähriger Profi-Kicker aus Kamerun, hat Glück im Unglück: Sein überraschender Transfer zum völlig unbekannten russischen Fußballklub Anschi Machatschkala mutet zwar bloß so verlockend an wie eine Verbannung in ein sibirisches Arbeitslager, doch die Gage stimmt. Der milliardenschwere Oligarch Suleiman Kerimow, der den afrikanischen Ballzauberer für drei Jahre verpflichtete, wird als ehrgeiziger Vereinsinhaber dafür sorgen, dass Eto’o finanziell ausgesorgt hat.

Der Publikumsliebling, der für den FC Barcelona und Inter Mailand in den letzten sieben Jahren fast 150 Tore schoss, soll im Nordkaukasus kolportierte 20 Millionen Euro verdienen - jährlich. Mit dieser Gage wird er fortan zu den bestbezahlten Ballesterern der Welt zählen - wie die Megastars David Beckham, der bei "Los Angeles Galaxy" im Ausgedinge kickt, Cristiano Ronaldo (Real Madrid) und Lionel Messi (FC Barcelona).

Eto’o, dessen Marktwert deutlich unter 30 Millionen Euro liegt, befindet sich auch sonst in prominenter Gesellschaft: Er verdient nämlich ungefähr so viel wie die Topstars Brad Pitt oder Cameron Diaz und nur unwesentlich weniger als Jennifer Lopez oder Tennis-Ass Rafael Nadal. Nämlich 384.615 Euro pro Woche, 54.794 Euro pro Tag und 2283 Euro pro Stunde, vor Steuern natürlich. Und er darf sich freuen, gleich doppelt so viel abkassieren zu können wie der bestbezahlte deutsche Topmanager, VW-Boss Martin Winterkorn, dessen Einkommen im Vorjahr 9,3 Millionen Euro betrug.

Sponsoren machen

Super-Sportler reich

Freilich: Im direkten Vergleich mit den weltweiten Gagen-Rekordlern ist der Kamerun-Star geradezu arm dran. Die amerikanische TV-Talkmasterin Oprah Winfrey kommt auf ein Jahreseinkommen von 290 Millionen Dollar. Die 57-Jährige verdankt diesen Umstand nicht bloß ihrer beliebten Show, die 27 Jahre lief und im Mai eingestellt wurde, sondern ihrem breit aufgestellten Entertainment-Imperium. Sie besitzt beispielsweise eine Produktionsfirma und konzentriert sich seit neuestem auf ihren eigenen Kabelsender OWN.

Als erste Afroamerikanerin, die Dollar-Milliardärin wurde, stellt sie nicht nur Rockbands wie U2 und Bon Jovi souverän in den Schatten (siehe Tabelle), sondern auch die bestverdienenden Sportler der Welt: Tiger Woods, die Nummer eins in dieser Kategorie, cashte zuletzt - auch wenn er mit privaten Affären mehr im Gespräch war als durch Turniersiege - nicht weniger als 73 Millionen Dollar ab. Im Jahr davor waren es sogar noch 105. Das Gros seines Einkommens verdankt die erst 35-jährige Golf-Legende, die wiederum US-Basketball-Giganten, Tennisasse oder Fußball-Idole gehaltsmäßig deutlich abhängt, Sponsorpartnern wie Nike. Da ihm manche, darunter der Uhrenhersteller Tag Heuer und der Telefon-Riese AT&T, aufgrund seiner erotischen Eskapaden die Freundschaft aufgekündigt haben, nimmt Woods heuer aber merklich weniger ein.