Nyon. Die neuen Finanzregeln der Uefa haben zu ersten Konsequenzen geführt. Der europäische Fußballverband behält die Europacup-Prämien von 23 Klubs ein, da diese gegen das Financial Fairplay verstoßen haben. Dieses sieht vor, keine überfälligen Verbindlichkeiten bei anderen Klubs, Angestellten oder Behörden zu haben. Bei 23 europäischen Klubs, darunter Europa-League-Sieger Atlético Madrid und Sporting Lissabon, war dies jedoch mit Stichtag 30. Juni der Fall.

Die Uefa gab den Vereinen bis Ende September Zeit, die überfälligen Rechnungen zu begleichen, andernfalls bleiben die Gelder eingefroren. Betroffen ist auch der türkische Verein Eskisehirspor, bei dem Ex-Rapidler Atdhe Nuhiu unter Vertrag steht.

Von den 23 von der Uefa sanktionierten Klubs sind fünf noch international vertreten, neben Atlético und Sporting sind das Partizan, Fenerbahce und der FC Málaga, der sogar für die Champions League qualifiziert ist. Nach dem Rückzug des katarischen Geldgebers dürfte Málaga, die Sanktion besonders hart treffen. Es geht um Prämien in Millionenhöhe.

In der Tatsache, dass 16 der 23 Klubs aus Osteuropa kommen, manifestiert sich die Krise in diesen Ländern. Abgesehen von den wohlhabenden Klubs aus Russland und der Ukraine sind nur noch zehn osteuropäische Vereine international dabei. Auf der Liste der Finanzsünder der Uefa finden sich dafür einst prominente Klubs wie Dinamo Bukarest, CSKA Sofia, Partizan und Hajduk Split.