Detroit. Die San Francisco Giants haben am Sonntag in souveräner Manier zum siebenten Mal die Baseball-World-Series gewonnen. Nachdem sie sich in den Play-offs zuvor noch schwer getan hatten, siegten sie gegen die Detroit Tigers in der Finalserie ungefährdet mit 4:0. Das letzte Saisonmatch entschieden die Giants auswärts mit 4:3 für sich und wurden damit zu den Nachfolgern der St. Louis Cardinals. Davor hatten sich die Giants 1905, 1921, 1922, 1933, 1954 und 2010 durchgesetzt. "Das ist ein unglaublicher Moment, den ich nie vergessen werde", sagte Pablo Sandoval, der zum wertvollsten Spieler der Serie gewählt wurde.

Giants-Pitcher Sergio Romo hatte mit einem Fastball gegen Detroit-Star Miguel Cabrera im zehnten Inning für den entscheidenden Strike gesorgt. Jubelnd liefen seine Mitspieler auf Romo zu, Catcher Buster Posey erdrückte ihn fast. "Das war heute eine Schlacht und der passende Weg, die Saison zu beenden. Ein unglaubliches Gefühl", meinte Posey. Er war der einzige Feldspieler aus der Startaufstellung vom 1. November 2010, als die Giants gegen die Texas Rangers erstmals seit dem Umzug 1958 aus New York den Titel geholt hatte.

Tristesse in Detroit

Während die Giants ihren Triumph auf dem Rasen genossen und in San Francisco Zehntausende Fans feierten, herrschte auf den Rängen der Detroiter Arena eisiges Schweigen. Dauerregen und Temperaturen knapp über dem Gefrierpunkt passten ins Bild. Groß war die Hoffnung gewesen, dass die wirtschaftlich schwer gebeutelte Stadt nach 28Jahren wieder die Nummer eins im Baseball sein würde.