Wien. Das Sportsponsoring-Volumen hat im Vorjahr in Österreich mit 575 Millionen Euro oder 15 Prozent des gesamten Brutto-Werbevolumens von 3,84 Milliarden Euro ein Allzeit-Hoch erreicht. Für das laufende Jahr wird wieder mit einer Steigerung gerechnet. Sukkus des am Montagabend von der Sporthilfe präsentierten "Sponsoring-Barometer Österreich", ist: Das Engagement der Firmen im relativ krisenresistenten Sponsoring steigt - in Sachen Dauer und Intensität beziehungsweise Kreativität.

Erstellt hat die Studie das Netzwerk "Europäische Sponsoring-Börse" mit Sitz in der Schweiz in Kooperation mit dem Forschungs- und Beratungsunternehmen "Sport + Markt". Befragt wurden 90 werbetreibende österreichische Unternehmen. Tritt ein Unternehmen als Sponsor auf, so "kommt es am Sport nicht vorbei", so Veit Wolff von "Sport + Markt". 93 Prozent gaben an, den Sportbereich für Sponsoring zu nutzen (davon 59 Prozent Fußball), 63 Prozent Kunst und Kultur, 44 Prozent Soziales.

Unverzichtbar sei prinzipiell das Vernetzen der Sponsoringaktivitäten einer Firma mit der gesamten Kommunikationsstrategie. Dabei sind Aktivitäten in sozialen Netzwerken inzwischen "fast unverzichtbar" geworden.

Als Wermutstropfen könnte die "Unklarheit bei Hospitality-Einladungen" bei einigen Unternehmen gewertet werden. Grund ist das Lobbying-Gesetz. 41 Prozent der befragten Firmen gaben an, nun eher weniger Einladungen aussprechen zu wollen (2010: 18 Prozent). 48 Prozent wollen unverändert viele Einladungen aussprechen (2010: 51 Prozent). BSO-Geschäftsführerin Barbara Spindler kündigte dahingehend an, mit einem Leitfaden Abhilfe schaffen zu wollen. Sie als auch Toni Schutti, Sporthilfe-Geschäftsführer, betonten die Wichtigkeit der Studie für ihre Arbeit in der Sportler-Unterstützung.