Salzburg/Klagenfurt. Sechs Tage nach seinem schweren Sturz beim Skifliegen auf der Kulm hat Thomas Morgenstern am Donnerstag in den frühen Morgenstunden das Unfallkrankenhaus in Salzburg verlassen können. "Es geht ihm überraschend gut", erklärte Josef Obrist, der Primar des Spitals, am Donnerstag.

Der Sportler wurde zur Reha in die Klagenfurter Privatklinik Mariahilf gebracht. Laut dem behandelnden Arzt sei Morgenstern bis zuletzt auf der Intensivstation des Unfallkrankenhauses behandelt worden, aber nicht unbedingt aus medizinischen Gründen, sondern weil er von der Öffentlichkeit abgeschirmt wurde. "Wir wollten ihn einfach regenerieren lassen." Der Skispringer habe auch bis zuletzt keinen Kontakt zu Medienvertretern gewünscht, so Obrist. Er habe noch Ruhe benötigt, um sich zu erholen zu können.

An den schweren Sturz kann sich Morgenstern nach Angaben des Arztes auch langsam wieder erinnern. "Ein bisschen eine Erinnerungslücke ist noch da, aber das ist nichts Außergewöhnliches", so Obrist.

Olympia-Antritt unsicher

In der Klagenfurter Klinik wird nun die physische und Neuro-Rehabilitation erfolgen. Zudem werde eine Aufarbeitung des Sturzes aus sportpsychologischer Sicht durchgeführt, hieß es. Das dortige Ärzteteam betreut und kennt Morgenstern seit langem und hat ihn auch nach dem Sturz vom 15. Dezember in Titisee-Neustadt versorgt. Ob der Kärntner bei Olympia in Sotschi an den Start gehen wird, steht noch in den Sternen. Cheftrainer Alexander Pointner hat angekündigt, dem dreifachen Olympiasieger bis zuletzt einen Startplatz frei zu halten.