Bernd Wiesberger hofft auf den Ryder Cup in Österreich . - © epa/Paul Buck
Bernd Wiesberger hofft auf den Ryder Cup in Österreich . - © epa/Paul Buck

Wien. Vier Bewerber gibt es für die Austragung des wohl bedeutendsten Golfturniers der Welt. Deutschland, Italien, Spanien und Österreich rittern um die Austragung des Ryder Cup 2022. Auf einer Pressekonferenz am Montag wurde die Bewerbung präsentiert.

Vor weniger als zwei Wochen hat Österreichs Vertretung die offizielle Bewerbung für die Austragung des Ryder Cup eingereicht. Am 3. September wurde der sogenannte "host nation contract" unterzeichnet, der die Basis für alle weiteren Verhandlungen mit den Organisatoren des Ryder Cup darstellt. Als anvisierter Austragungsort wird darin der Golfklub Fontana angegeben.

"Wir haben die Möglichkeit, Leute innerhalb von 30 Minuten von einem internationalen Flughafen zu unserem Golfplatz zu bringen", erklärt Barry Britton, Greenkeeping-Berater von Fontana, mit Blick auf den Flughafen Wien-Schwechat. Auch zum Stadtzentrum seien es nur etwas mehr als 30 Minuten. Britton führte aus, welche umfangreichen Maßnahmen notwendig seien, um den Golfplatz Ryder-Cup-tauglich zu machen. De facto stehe eine Runderneuerung des gesamten Platzes an, sollte Österreich den Zuschlag bekommen.

Entscheidung steht bevor


Bis bekannt ist, welche der Bewerbernationen den Ryder Cup ausrichten darf, vergehen noch eineinhalb Monate. Zeit, die der österreichischen Bewerbung nicht schaden kann, wie Peter Enzinger, Präsident des österreichischen Golfverbandes, erklärt. "Wir sind noch dabei, Österreich zu präsentieren." Es gehe um die Frage, warum Österreich das größte Prestigeturnier der Welt ausrichten solle. "Österreich ist ja nicht als Golfnation bekannt. Wir wollen, dass die Leute wissen, dass Österreich nicht nur eine Skination und Mozartnation ist, sondern auch eine Golfnation."

Österreich allein wäre aber vermutlich doch nicht Golfnation genug, um die Organisatoren zu überzeugen. Nicht zuletzt deswegen steht die Bewerbung Österreichs unter dem bereits etablierten Motto "Building Bridges" - in Anlehnung an das jüngste internationale Großereignis auf österreichischem Boden, den Eurovision Song Contest, der unter demselben Motto ausgetragen wurde.

Die besagten Brücken werden in insgesamt neun Nationen gebaut: Neben Österreichs Nachbarländern Tschechien, Slowakei, Ungarn und Slowenien sind auch Kroatien, Mazedonien, Bulgarien, Zypern und Russland mit an Bord. Besonders spektakuläre Pläne hat das Bewerbungsteam für Russland - am Roten Platz in Moskau könnte es ein Public Viewing geben. Trotz des revolutionären Ansatzes ist Österreich aber nicht als Favorit unter den Bewerbern auszumachen.