Wien. Die Spuren sind beseitigt, die Straßen wieder für den Verkehr freigegeben und die Veranstalter des 33. Wien-Marathons zufrieden. "Ein Wahnsinn, es war eine Punktlandung - die neue Location in Verbindung mit dem Jahresthema (Theater der Emotionen, Anm.) - wir können stolz sein", sagte Marathon-Mastermind Wolfgang Konrad nach der Premiere mit dem neuen Zieleinlauf, der aus logistischen Gründen vom Heldenplatz vor Burgtheater und Rathaus verlegt worden war.

Doch nicht alle waren so glücklich wie er und die Sieger Robert Chemosin aus Kenia und Shuko Genemo aus Äthiopien, die trotz widriger Bedingungen in 2:24:31 Stunden die zweitbeste Siegerzeit bei den Frauen in Wien und die beste Marathon-Zeit in diesem Jahr lief. Valentin Pfeils Olympia-Ambitionen etwa wurden in 2:16:37 Stunden vom Winde verweht, das Limit lag bei 2:14. Und die Trennung des Feldes bei 20 Kilometern zwischen Halbmarathon- und Marathon-Läufern war nicht ganz reibungslos verlaufen, sodass zahlreiche Hobbyläufer, aber auch einige Eliteathleten falsch abbogen. In diesem Bereich sieht auch Organisationsleiter Gerhard Wehr für das kommende Jahr, wenn der Marathon am 23. April stattfindet, Verbesserungspotenzial, auch betreffend der ersten Staffelübergabe sowie bei der Garderobenrückgabe im Zielbereich soll es Adaptierungen geben. Grundsätzlich meinte aber auch er: "Die Umsetzung der Planungen hat in Zusammenarbeit aller Beteiligten hervorragend funktioniert. Für die Teilnehmer und Zuschauer ist ein eindrucksvoller Zielbereich entstanden."