Monte Carlo. (art) Die europäische Sandplatzsaison hat für Dominic Thiem schon schmerzhaft begonnen, nun endete das erste Turnier in dieser Phase bitter: Im Achtelfinale der Masters-1000-Veranstaltung in Monte Carlo musste sich der Niederösterreicher Rafael Nadal mit 5:7, 3:6 geschlagen geben.

Allzu sehr grämen muss sich der 22-Jährige aber nicht: Nicht nur, dass er immerhin weiter kam als Seriensieger Novak Đoković, nicht nur, dass er sich trotz starker Schmerzen im Fuß nach der Entfernung einer Zyste durch die erste Runde gekämpft und danach auch die zweite gewonnen hat, konnte er auch dem spanischen Weltranglistenfünften über weite Strecken Paroli bieten. In beiden Sätzen lag er jeweils mit Break voran, ehe auch Nadal seine besten Schläge und seine ganze Routine auspackte, seine Chancen besser nützte als der Österreicher, der von 16 Breakbällen alleine im ersten Durchgang nur einen nützte, und so Revanche für die Halbfinal-Niederlage vom Februar in Buenos Aires nahm. Thiem indessen sammelte nicht nur weitere Erfahrung gegen einen Topakteur und neuerlich die Erkenntnis, dass er auch in diesem Bereich spielerisch mithalten kann, sondern auch weitere Punkte für die Weltrangliste. Im Vorjahr war die nunmehrige Nummer 14 im Fürstentum ebenso wie 2014 schon in der ersten Runde ausgeschieden, bei den French Open in Paris war das Aus in der zweiten Runde gekommen. Diesmal darf’s nach dem Geschmack des Niederösterreichers durchaus ein bisschen mehr sein, sein erstes Ziel, unter die ersten 16 gesetzt zu sein und sich so eine vermeintlich leichtere Auslosung zu sichern, hat er jedenfalls längst erreicht.

Sein Ziel für Roland Garros? "Eine zweite Woche wäre wieder einmal riesig bei einem Grand Slam", sagte er vor kurzem im Gespräch mit der Austria Presse Agentur. Bei den US Open 2014 hatte er zum ersten und bisher einzigen Mal das Achtelfinale erreicht, heuer gab’s bei den Australian Open eine Drittrundenniederlage gegen den Belgier David Goffin.

Auf Sand fühlt sich Thiem aber trotz seines heuer erfolgten ersten Hartplatz-Titels in Acapulco nach wie vor wohler. Und die Umstellung nach der Amerika-Tournee ist ebenfalls geglückt. Auch diese Erkenntnis nimmt er aus Monte Carlo mit.