Wien. Ausgerechnet wenige Monate vor der Beach-Volleyball-WM in Wien ist der heimische Verband in schwere Turbulenzen geraten: Nachdem zuletzt Serienmeister Hypo Tirol durch den Sponsoren-Streit mit dem Verband und dem (wahrscheinlichen) Rückzug aus der österreichischen Liga für Schlagzeilen gesorgt hatte, wurde am Donnerstag bekannt, dass sich der Vorstand am Freitagnachmittag bei einer außerordentlichen Generalversammlung in Wien möglicherweise einem Misstrauensvotum stellen muss. Beantragt wurde die Sitzung von Niederösterreichs Verband mit Präsident Thomas Mayer. Für das Zustandekommen eines Misstrauensvotums braucht es die Stimmen von zumindest fünf Landesverbänden.

Mayer wollte im Vorfeld der Sitzung gegenüber der Austria Presse Agentur den Antrag nicht begründen. Es soll jedenfalls über jedes Vorstandsmitglied einzeln abgestimmt werden. An der Spitze des Vorstands stehen Präsident Peter Kleinmann und vier Vizepräsidenten. Nur wenn sich ein Votum gegen einen oder mehrere Vorstandsmitglieder richtet, wird die Sitzung fortgesetzt, da es sonst keinen Tagesordnungspunkt gibt. "Ich war über den Antrag in einem Jahr mit Beach-Volleyball-WM und Weltliga in Österreich ziemlich erstaunt", sagte Kleinmann zur APA. "So etwas zieht wahnsinnig viel Energie ab, da sonst sehr viel zu tun ist." Weiters wollte der frühere langjährige Manager und Funktionär der hotVolleys nicht dazu Stellung nehmen, stattdessen verwies er auf eine kurzfristig anberaumte Pressekonferenz im Vorfeld der geplanten Sitzung. Klar ist jedenfalls, dass die Sache kurz vor der Heim-WM kein gutes Licht auf den heimischen Verband wirft. Von 28. Juli bis 6. August finden die Titelkämpfe in der Hauptstadt auf der Donauinsel statt, es soll ein Volksfest werden. Doch nach Feierlaune sieht es derzeit nicht aus.